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Vermisster auf dem See: Identität des Bootsbesitzers steht fest

Der Ruderer, der seit Donnerstagmorgen auf dem Zugersee bei Walchwil vermisst wird, wird noch immer gesucht. Das 
gefundene Boot gehört einem erfahrenen Ruderer aus Oberwil. Man müsse mit dem Schlimmsten rechnen.
Christopher Gilb

Auf dem Zugersee bei Walchwil wird seit Donnerstagmorgen ein Sportruderer vermisst. Gemäss Augenzeugen sei der Mann rund 200 Meter vor dem Ufer aus seinem Boot gekippt. Die Polizei geht davon aus, dass dies medizinische Ursachen hatte. Den ganzen Tag über lief dann eine Grosssuche vor Ort, an der auch Taucher und ein Polizeihelikopter beteiligt waren. Doch der Vermisste konnte bis am Abend nicht geborgen werden.

Auch am Freitag ging die Suche weiter aber nicht mehr im gleichen Umfang wie am Vortag. «Heute sind unsere Mitarbeiter der Gewässerpolizei vor Ort, Taucher sind aktuell keine mehr im Einsatz», sagte Polizeisprecher Frank Kleiner am Freitag auf Anfrage. Die Frage, wann die Suche vor Ort eingestellt wird, könne nicht pauschal beantwortet werden. «Das ist situativ, insgesamt gibt man aber die Suche nach Vermissten nie auf.» Bis Freitagabend konnte der vermisste Ruderer aber nicht gefunden werden. Die Suche an der Stelle, wo man annimmt, dass der Mann ins Wasser gefallen ist, gestaltet sich nicht einfach, gemäss Frank Kleiner ist der See dort sehr tief. «Gegen 100 Meter, selbst die Taucher kommen da nicht zum Seegrund», so der Sprecher der Zuger Polizei.

Inhaber des Boots 
bekannt

Beim See Club Zug vermisst man zwar kein Ruderboot, weiss aber inzwischen, wer der Besitzer des gefundenen Bootes ist. «Wir wurden von der Familie informiert, dass es sich um das Boot von einem Clubmitglied handelt», so Clubpräsident Christian Steiger. «Ich habe seit Donnerstag mehrfach versucht, ihn zu erreichen, aber erfolglos.»

Der 73-Jährige aus Oberwil sei ein sehr erfahrener Ruderer gewesen und jedes Jahr Tausende Kilometer gerudert. Der ehemalige Besitzer einer Metzgerei im Dorf gewann auch immer wieder Medaillen. So belegte er beispielsweise im Einer in seiner Alterskategorie 70 bis 75 Jahre den zweiten Rang an der Weltmeisterschaft der Master Ruderer im September 2017 in Slowenien. Auf seiner Homepage finden sich zudem Ruderkurse und Rudertouren für Firmen und Private. «Sein Boot wird heute von Angehörigen abgeholt und zu unserem Bootshaus gebracht», so Steiger. «Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen.»

Ein Risikosport

Rudern, so Steiger, sei grundsätzlich eine Risikosportart, genauso wie Wandern oder Skitouren. «Gerade in der kalten Jahreszeit ist es gefährlich, wir haben diesbezüglich klare Verhaltensregeln. Beispielsweise gehen wir im Winter eher mit grossen Booten, in dem mehrere Leute sitzen, auf den See, da dann die Kentergefahr kleiner ist.» Das Wetter am Donnerstag sei aber eigentlich sehr gut gewesen und auch die Wassertemperaturen relativ hoch. «Im April wäre es beispielsweise heikler.» «Wir wissen bisher auch nicht, was genau passiert ist», so Steiger. «Sicher werden wir aber von der Polizei einen Untersuchungsbericht erbitten, um anhand dessen unsere Prozesse zu überprüfen.»

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