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VERSAMMLUNG: Der EVZ-Vorstand setzt sich äusserst knapp durch

Der Verein EVZ hat gestern Abend auf einen Schlag 4000 Mitglieder verloren. Dies hat der EVZ-Vorstand so gewünscht. Saisonkartenbesitzer werden ab sofort nur noch als Passivmitglieder geführt. Der Entscheid ist mit 51 Ja zu 50 Nein gefallen.

Der EVZ-Präsident Hans-Peter Strebel und der CEO Patrick Lengwiler sitzen manchmal wie auf Nadeln, wenn ein Spiel des National-League-Teams in die Verlängerung geht. Es gibt im Eishockey immer einen Sieger und einen Verlierer.

Bei der ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins EVZ sind sich gestern Abend die beiden Herren für einmal fast so vorgekommen wie ihre Angestellten, wenn auf dem Eis um alles oder (fast) nichts gespielt wird. Das Resultat der entscheidenden Abstimmung hätte knapper überhaupt nicht ausfallen können. Von den 101 anwesenden EVZ-Mitgliedern sagten 51 Ja zum neuen Passus in den revidierten Statuten des Vereins, dass Inhaber von Saisonkarten ab sofort nur noch als Passivmitglieder geführt werden. Gegen diesen Vorschlag hatten 50 ihre Hand erhoben.

Profisport ist längstens in einer Holding organisiert

Vor der entscheidenden Abstimmung hatten Hans-Peter Strebel wie auch Patrick Lengwiler die Gründe aufgezählt, welche die Statutenrevision habe. So hat Strebel in Erinnerung gerufen, «dass heute alle relevanten Aspekte, die den Profisportbetrieb betreffen, unter dem Dach der Holding AG des EVZ organisiert seien». Der Verein sei hingegen seit 1998, als der Profisport in eine AG ausgegliedert worden sei, «eine Plattform für die Funktionäre» geworden. Patrick Lengwiler hat zudem angefügt, dass die Dinge, die im Verein laufen würden, «von nicht sehr grosser Relevanz» seien. Mit diesem Ausspruch hat Lengwiler wohl unbewusst in ein Wespennest gestochen. Daniel Zulauf, ein EVZ-Fan, hat daraufhin gesagt: «Wenn jetzt gesagt wird, dass die Fans nicht interessiert, was der EVZ macht, dann unterstellt er den Mitgliedern eine negative Grundstimmung.» Dass sich die Fans erst jetzt äussern würden, könne auch dahingehend interpretiert werden, dass «bis jetzt einfach alle zufrieden waren».

Der EVZ-CEO ruderte dann wieder ein paar Schläge zurück und fügte an: «Es stellt hier keiner in Abrede, dass die Fans viel Herzblut für ihr Team geben.» Severin Trösch, ein Mitglied der Herti-Nordkurve, hat dann erzählt, dass die angedachte Statutenänderung «die Fans aufgewühlt» habe. Eines möchte er klarstellen: «Die Fans sehen sich nicht als Passivmitglieder.» Trösch hat dann noch angefügt: «Es gibt viele EVZ-Fans, die den letzten Rappen für den Verein ausgeben.»

Hinterher erwähnt er aber auch, dass die Fans mit dem neuen Sicherheitsbeauftragten des EVZ, Amin Ghiasi, «gute Gespräche gehabt hätten». Dieser ist angestellt worden, nachdem der langjährige Sicherheitschef des EVZ, François Stocker, an der 50. Generalversammlung überraschend abgewählt worden war. Eine «Lex Stocker» seien die Statutenänderungen aber nicht, hatte Lengwiler dann noch angefügt. Das jetzt durchgezogene Projekt mit den Saisonkartenbesitzern als Passivmitglieder sei schon länger angedacht gewesen.

Und beim Apéro reden sie wieder miteinander

Nachdem Adrian Risi als neues Vorstandsmitglied gewählt worden ist, entspricht die Führung wieder den Statuten. Strebel bleibt bis 2020 Präsident, und der Nachwuchschef Andreas Tresch komplettiert das Triumvirat. Nach der ruhigen Versammlung hat Hans-Peter Strebel gesagt: «Mir ist es ein grosses Anliegen, dass alle zufrieden sind.» Beim Apéro reden alle angeregt miteinander. Vorher hat sich Strebel auch mit Severin Trösch noch kurz ausgetauscht. Dieser hat das geschätzt: «Wir werden ernst genommen.» (mo)

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