Leserbrief

Verschleuderung von Steuergeldern

Zur Sanierung des Radwegs Klostermatt Richtung Rigistrasse in Cham

Drucken
Teilen

Kürzlich erhielten die Anwohner der unmittelbar betroffenen Gebiete ein Informationsschreiben der Gemeinde Cham zu obigem Projekt. Dabei geht es um den Ausbau des Fuss- und Radwegs von der Klostermatt Richtung öffentliche Anlagen im Röhrliberg. Die neue Verbindung wird mit einer asphaltierten Oberfläche und mit einer öffentlichen Beleuchtung erstellt.

Gegen die Beleuchtung ist sicher nichts einzuwenden. Aber dass man die Teilstrecke «Erikaweg» asphaltieren will und parallel zum heutigen Geh- und Radweg (Strecke Allmendweg–Röhrliberg) eine zweite asphaltierte Verbindung erstellen wird, ist nach gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar. Die Begründung einer besseren Erschliessung der öffentlichen Anlagen ist marginal und besteht ja heute bereits ausreichend. Das letzte Teilstück zur Rigistrasse – notabene direkt durch ein schönes Wiesengrundstück und unmittelbar neben dem Altersheim Büel durchführend – scheint sicher nicht zwingend erforderlich zu sein. Die Rigistrasse respektive der neue Generationenplatz ist bereits heute problemlos zu Fuss oder mit dem Fahrrad erreichbar. Auch wenn nicht ganz so direkt wie vorgesehen. Wenn man sich bei der Anwohnerschaft umhört, scheint die Mehrheit das Projekt als unnötig und als Geldverschwendung anzusehen. Die etwas gefährliche Ecke Mitte Erikaweg hätte man sicher entschärfen können. Alles andere – ausgenommen die Beleuchtung – ist Verschleuderung von Steuergeldern und eine unnötige Belastung von Boden und Landschaft.

René Disler, Cham