Verständnis für die Anliegen der Behinderten

Neubauten mit mindestens acht Wohnungen müssen künftig im Kanton Zug behindertengerecht gebaut werden. Darauf hat sich der Zuger Kantonsrat am Donnerstag verständigt.

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Nur weil die Türrahmen breit genug sind, kann die Rollstuhlfahrerin hier wohnen. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Nur weil die Türrahmen breit genug sind, kann die Rollstuhlfahrerin hier wohnen. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

In der zweiten, abschliessenden Lesung des Planungs- und Bausgesetzes gaben nur noch Anträge zum behindertengerechten Bauen zu reden. In erster Lesung waren solche Vorschriften noch aus dem Gesetz gekippt worden.

Auf diesen Beschluss kam der Kantonsrat am Donnerstag noch einmal zurück. Streitpunkt war bei der neuerlichen Debatte die Anzahl von Wohneinheiten, ab welcher Neubauten so gestaltet werden müssen, dass sie für Behinderte zugänglich sind. Nach langer Diskussion einigte sich der Rat darauf, dass ab acht Wohneinheiten behindertengerecht gebaut werden muss. Dadurch erhält der Kanton Zug eine einheitliche Regelung, die für alle elf Gemeinden gilt und zeigt Verständnis für die Anliegen der Behinderten.

Bisher regelten diese in ihren Bauvorschriften die Voraussetzungen für behindertengerechtes Bauen. Es gab somit in den elf Zuger Gemeinden elf verschiedene Vorschriften über behindertengerechtes Bauen.

Jahresrechnung 2010 genehmigt

Der Kantonsrat genehmigte am Donnerstag ausserdem einstimmig die Staatsrechnung 2010. Diese schloss 2010 mit einem Plus von 0,4 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von rund 34 Millionen Franken. In der Rechnungsdebatte lobten verschiedene Sprecher, dass trotz wirtschaftlich schwierigem Umfeld noch eine schwarze Null erreicht werden konnte. Doch es gab auch mahnende Worte, stehe der Kanton doch vor grossen Investitionen.

Dazu gehöre beispielsweise das neuen Verwaltungszentrum mit Neubau des Stützpunktes der Zugerland Verkehrsbetriebe mit einem Investitionsvolumen von über 400 Millionen Franken bis ins Jahr 2020. Dazu kämen noch die ständig steigenden Beiträge in den Neuen Finanzausgleich (NFA).

sda