Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kommentar

Verständliche Enttäuschung

Reporter Christopher Gilb zur Bauprojekt Am Baumgarten in Unterägeri.
Christopher Gilb
Bild: stk

Bild: stk

Die Bevölkerung von Unterägeri hat bis vor kurzem damit gerechnet, ein Kinderhotel ins Dorf zu bekommen. Doch aufgrund einer externen Expertise und vertieften Abklärungen zur Rentabilität des Projekts musste der Investor der Überbauung Am Baumgarten nach eigenem Bekunden in den letzten Monaten umplanen. Wie die Bevölkerung am Mittwochabend in der Ägerihalle erfahren konnte, steht die Alternative nun fest. Es soll Residenzwohnungen geben. Wohnungen mit Betreuung also, in denen es den Bewohnern an nichts fehlt. Damit soll dem Bedürfnis genüge getan werden, dass ältere Menschen gerne so lange wie möglich zu Hause bleiben möchten.

Doch ein Kinderhotel und Residenzwohnungen, das ist bei weitem nicht das Gleiche. Ersteres spricht Familien an mit Kindern, die auf Betreuung angewiesen sind. Damit würden theoretisch immer wieder neue Gäste ins Ägerital reisen, die touristischen Dienstleistungen geniessen und für Lebendigkeit sorgen. Das neue Konzept aber spricht, wie bereits geschrieben, eher ältere Menschen an. Es ist einfach etwas anderes und vielleicht nicht das, was sich das Dorf für diesen Ort gewünscht hat. Die Kritik am Mittwoch am Investor war jedenfalls gross.

Es mag stimmen, dass der Investor und die Stiftung diverse andere Varianten prüften, aber keine sich als rentabel erwiesen hat. Das Problem, wieso viele im Dorf so enttäuscht sind, ist aber ein anderes. Es hat viel mit der Entwicklung des Kantons Zug generell zu tun. Für das Grundstück des ehemaligen «Annahofs» wünschte man sich etwas anderes – keinen weiteren Spekulanten, kein Wohnraum, der an jemanden verkauft wird, der nur wegen der Lage, nicht aber des Dorfes wegen kommt. Das Kinderhotel war der sympathische Kontrast. Auch wenn der Investor immer wieder versichert, dass auch die Residenzwohnungen nur zur Miete sein werden und diese auch für normale Bürger erschwinglich seien, schwingt eben trotzdem etwas Elitäres mit – auch wenn es nur das Wort Residenz ist. Zurück bleibt das Gefühl der Machtlosigkeit.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.