VERSTEIGERUNG: «Neugier ist manchmal unbezahlbar»

Fünf Jahre Bahnhof Zug – zum Geburtstag gibts alles, was je im Zug vergessen wurde. Plus ominöse Koffer.

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Kofferkäufer Francesco Dilisi beim Auspacken. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Kofferkäufer Francesco Dilisi beim Auspacken. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Francesco Dilisi starrt gebannt auf den Koffer zu seinen Füssen, dicht bedrängt von den Schaulustigen in der Zuger Bahnhofshalle, alle wollen sehen, was da jetzt wirklich drin ist: 360 Franken hat Dilisi geboten für einen Trolley voll gepackt mit 19 Kilogramm Ungewissheit.

«Die Neugier ist manchmal unbezahlbar», sagt er noch, da packt der Versteigerungshelfer eine Zange, knackt das Kofferschloss und klappt dramatisch langsam den Deckel auf. Und verpasst dem aufgeregten Werweissen in der Menge einen herben Dämpfer: Statt Laptops oder Schmuckschatullen liegen sauber zusammengefaltete Frauenkleider im Koffer. Der Zuger Bahnhof feiert sein fünfjähriges Bestehen mit grossem Programm, die Fundsachenversteigerung, an der Dilisi seinen Koffer ergattert hat, ist gerade in vollem Gange. Versteigerungsleiter Roland Wider kommt den Geboten fast nicht nach, so schnell fliegen die Hände in die Höhe: Bis auf die Galerie stauen sich die Leute, und fast jeder hat im grossen Angebot etwas erspäht.

Falco Meyer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».