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VERWALTUNG: Der Umzugsentscheid fällt in seltener Eintracht

Das von der Stadt Zug gekaufte ehemalige L & G-Gebäude kann für die grosse Zügelaktion vorbereitet werden. Den dazu nötigen Kredit hat der Grosse Gemeinderat gestern sehr deutlich befürwortet.
Im ehemaligen Gebäude der Landis & Gyr wird im Sommer 2019 die Stadtverwaltung einziehen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. September 2016))

Im ehemaligen Gebäude der Landis & Gyr wird im Sommer 2019 die Stadtverwaltung einziehen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. September 2016))

Über das markante Gebäude der Zuger Traditionsfirma Landis & Gyr an der Gubelstrasse ist in den vergangenen Jahren viel diskutiert und zweimal abgestimmt worden. Gestern hat der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug eine weitere Wegmarke zur Zentralisation der Stadtverwaltung im Norden der Stadt gesetzt: Mit 32 Ja- zu einer Nein-Stimme und bei einer Enthaltung ist ein Kredit von 4,9 Millionen Franken vom Parlament durchgewinkt worden. Mit diesem Geld kann das während des Zweiten Weltkriegs gebaute Bürohaus für den Umzug der Stadtverwaltung fit getrimmt werden.

«Lasst uns endlich loslegen», sagt Karen Umbach (FDP). Mit dieser Bemerkung hat sie die Stimmung im Kantonsratssaal treffend wiedergegeben. Die Gemeinderäte, die sich zum Geschäft äussern, reden meist wohlwollend.

Der Stadtrat wird mit Lob überhäuft

Einzig Werner Hauser (FDP) zeigt seinen Unmut: «Uns wurde glaubhaft versichert, dass das Gebäude in einem Topzustand ist und beim Umzug der Verwaltung keine Baukosten mehr zu erwarten sind. Jetzt müssen wir feststellen, dass sich alle Versprechungen und Zusagen in Luft aufgelöst haben.» Sein Votum verhallt jedoch ungehört. Vielmehr wird der Stadtrat geradezu mit Lob überhäuft. «Der Stadtrat gleist so rechtzeitig und mit bemerkenswerter Effizienz die Zentralisierung auf», sagt Stefan Huber von den Grünliberalen. Auch für den CVP-Gemeinderat Othmar Keiser läuft alles in den richtigen Bahnen: «Die CVP hat schon längst Farbe zur Zentralisierung bekannt.» Stefan Hodel (Alternative-die Grünen) liest das Votum von Barbara Müller- Hoteit (CSP) vor. Diese schreibt: «Sich neu einrichten, einen Raum gestalten dürfen, ist grundsätzlich etwas Positives und Schönes. Wenn die Bedürfnisse der Personen gehört werden und einfliessen dürfen, dann umso mehr.» Karen Umbach erwähnt zudem positiv: «Die Tatsache, dass alle Mitarbeiter etwas enger zusammenrücken müssen, finden wir richtig.»

Die Kosten, um das 74 Jahre alte Gebäude beim Bahnhof für den Umzug der Verwaltung vorzubereiten, geben auch zu keinen Klagen Anlass. Othmar Keiser streicht dazu heraus: «Die bisherige Kostenmitte von 4,9 Millionen Franken neu als Kostendach zu beziffern, erachten wir als couragiert, aber nötig.»

Barbara Müller-Hoteit verlangt jedoch vom Stadtrat Voraussicht: «Mit der Planung des Umbaus und des Umzugs muss auch angedacht werden, was mit den bisherigen Liegenschaften geschehen soll. Es darf nicht sein, dass diese danach ungenutzt leerstehen.»

Finanzchef Karl Kobelt zeichnet hinterher nochmals die Ablaufplanung für den Umzug nach, der wohl im Sommer 2019 starten kann. Der Einzug von Fremdfirmen sei jedoch früher realistisch: «Bei der Vermietung der freien Flächen sind wir auf Kurs.»

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

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