VERWALTUNG: Kantonsrat gibt grünes Licht für elektronische Unterschrift

Elektronische Unterschrift statt Papierkrieg und Couverts: Im Kanton Zug wird definitiv die elektronische Unterschrift eingeführt. Der Kantonsrat hat am Donnerstag eine Änderung des Verwaltungsrechtspflege-Gesetzes in zweiter Lesung gutgeheissen. Zu reden gab jedoch die Sicherheit.

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Martin Stuber (Alternativ-Grüne Fraktion) forderte vergeblich, dass bei dieser technischen Neuerung das Sicherheitssystem "SuisseID" verwendet wird. Für die Beantragung dieses Übertragungsweges müssen die Nutzer persönlich vorstellig werden, das Angebot kostet und es ist zudem nicht auf mobilen Geräten verwendbar.

Zahlenkombinationen per Post

Für eine Mehrheit des Kantonsrats waren dies Gründe genug, auf ein anderes System zu setzen. Die unterschriftsbedürftigen Eingaben sollen demnach mit Hilfe von einmaligen Codes übermittelt werden, ähnlich dem Sicherheitssystem beim E-Banking. Diese Zahlenkombinationen sollen den Bürgern per Post zugestellt werden.

Im Kanton Zug kann bereits heute bei vielen Themen ein Online-Formular genutzt werden. Sobald aber ein Formular unterschrieben werden muss, ist Schluss mit moderner Technik: Es muss ausgedruckt, von Hand unterschrieben und in ein Couvert gesteckt werden. Bekanntestes Beispiel ist die Steuererklärung. Neu soll auch die Übertragung elektronisch möglich sein.

Zwingen will der Kantonsrat allerdings niemanden. Die Gesetzesänderung ist explizit in der "Kann"-Formulierung gehalten. Wer lieber auf Papier unterschreibt, kann dies auch weiterhin tun. Ab wann die elektronische Unterschrift genutzt werden kann, ist noch unklar.

sda