VIEHZUCHT: Zuger Bauern sagen Rindervirus den Kampf an

Die Rinderkrankheit BVD soll jetzt intensiver bekämpft werden. Das wird die Zuger Bauern einschränken.

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Der Stierenmarkt (im Bild jener von 2007) wird trotz der BVD-Seuche stattfinden. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Stierenmarkt (im Bild jener von 2007) wird trotz der BVD-Seuche stattfinden. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Rinderkrankheit Bovine Virusdiarrhoe, kurz BVD, gilt als besonders heimtückisch. Obwohl gemäss Schätzungen nur rund 0,6 Prozent der rund 20 000 Rinder im Kanton Zug so genannte PI-Tiere sind, sorgen diese für hohe Ertragsausfälle (siehe Box). «Es ist jetzt allerhöchste Zeit, dass die Krankheit ausgerottet wird», sagt Franz Abächerli, Viehbauer und Präsident des Verbands zugerischer Viehzuchtgenossenschaften.

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) hat dem Virus nun den Kampf angesagt. Bereits in diesen Tagen werden die Tiere getestet, die im Sommer auf einer Alp weiden. Auf die Alp dürfen diesen Sommer nur noch getestete Tiere, bei denen das Virus nicht gefunden wurde. Von Anfang Oktober bis Ende Dezember werden dann sämtliche Rinder in der Schweiz auf die Krankheit getestet. In dieser so genannten Initialphase gilt eine Sperre für sämtliche Tiere, die getestet werden. «Das heisst, dass sie während zwei bis drei Wochen keinen Kontakt mit anderen Tieren haben dürfen», erklärt der Zuger Kantonstierarzt Werner Limacher. Davon betroffen sind auch Viehmärkte. «Die Ansteckungsgefahr bei Viehmärkten ist gross», so Limacher. «Es wäre nicht geschickt, in dieser Zeit solche zu veranstalten.»

Andreas Oppliger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.