Viel zu hohe Radonwerte in Zuger Schulhaus

In einem Töpferraum des Schulhauses Guthirt in der Stadt Zug wurde der Radon-Grenzwert stark überschritten. Die Kinder hielten sich gemäss Zuger Bildungsdepartement immer nur kurz und sporadisch im Raum auf, für sie habe keinerlei Gefahr bestanden.

Drucken
Teilen
Das Schulhaus Guthirt in der Stadt Zug. (Bild: Archiv Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Das Schulhaus Guthirt in der Stadt Zug. (Bild: Archiv Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Kanton führte die Messungen zwischen 2009 und 2011 durch, wie die Stadt Zug am Freitag mitteilte. Insgesamt seien 306 Messungen gemacht worden, sagte Vroni Straub, Vorsteherin des Zuger Bildungsdepartements, auf Anfrage. Nur bei zwei Messungen - eine in einem Privathaushalt und eine im Schulhaus - waren die Werte gemäss Straub erhöht.

Im Töpferraum wurde anhand von 12 Messungen ein Radonwert von 2100 Becquerel pro Kubikmeter festgestellt. Der Grenzwert für Wohn- und Aufenthaltsräume liegt bei 1000 Becquerel pro Kubikmeter. Da die Kinder den Raum aber nur sporadisch und jeweils für bis zu zwei Stunden benutzten, sei es zu keinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen gekommen, sagte Straub.

Der Töpferraum ist gegenwärtig abgeschlossen und nicht in Gebrauch. Bis Anfang nächstes Jahr will die Stadt einen Ventilator installieren, um die Radongaskonzentration unter den Richtwert zu senken. Der neue Wert wird mit Nachmessungen kontrolliert. Gemeinsam mit Fachleuten werde dann entschieden, welche weiteren Massnahmen allenfalls nötig seien, sagte Straub.

sda