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Zwei Eishockey-Cracks stehen in Zug Rede und Antwort

Die beiden Trainer Patrick Fischer und Christian Wohlwend stellten sich im Parkhotel den Fragen rund um die Eishockey-Nationalmannschaften. Sie äusserten sich auch zu den Chancen des EV Zug, Meister zu werden.
Charly Keiser
Patrick Fischer (rechts) beantwortet im Saal des Parkhotels in Zug die Fragen von Bruno Waller (Mitte), der zusammen mit Christian Wohlwend gespannt zuhört. (Bild: Charly Keiser, 27. März 2019)

Patrick Fischer (rechts) beantwortet im Saal des Parkhotels in Zug die Fragen von Bruno Waller (Mitte), der zusammen mit Christian Wohlwend gespannt zuhört. (Bild: Charly Keiser, 27. März 2019)

Einen besseren Zeitpunkt hätten sich Eishockeynationaltrainer Patrick Fischer und Christian Wohlwend, Cheftrainer der Schweizer U20-Eishockey-Nationalmannschaft, für ihren Besuch im Waller’s Premium Club im Parkhotel in Zug kaum aussuchen können. Denn Zug ist im Playoff-Fieber und erstmals seit vielen Jahren kann dem EV Zug der Meistertitel zugetraut werden.

Doch bevor am Mittwochabend die Themen EVZ, Playoff und Meistertitel zur Sprache kamen, löcherte Moderator Bruno Waller die beiden Gäste zu ihren Nationalteams. «Wie konntet ihr nach der missglückten Olympiade den Schalter umlegen für die nachfolgende Weltmeisterschaft? Wie seid ihr aus diesem Tiefpunkt herausgekommen?» Sie seien gar nie an einem Tiefpunkt angelangt, erwiderte Wohlwend und lobte Patrick Fischer, der von der Presse «am meisten Shit» habe ertragen müssen. «Er war immer positiv, wie ein Leuchtturm im Sturm. Ich habe noch nie jemanden erlebt, der trotz solcher Widerwärtigkeiten so positiv geblieben ist und die Spieler und die Organisation ins Zentrum seiner Bemühungen gestellt hat.»

Sie seien von sich überzeugt gewesen, erklärte Fischer. «Und für uns wichtig waren dabei auch die Verstärkungen aus der NHL.» Denn anders als beispielsweise die Teams aus Russland, Schweden, Finnland und Kanada seien zwar weniger Schweizer von solcher Qualität in der NHL vorhanden, aber punktuell von allergrösster Wichtigkeit. «Sind wir mit unserem U20-Team heute den Tschechen und Kanadiern näher als früher?» Bei der U20 komme es sehr auf die Jahrgänge an, antwortete Wohlwend. «Wir hatten an der letzten WM 14 ‹Underagers› und waren eine extrem junge Mannschaft.» An der kommenden WM seien diese Jungen fast alle wieder mit von der Partie. Das gebe Perspektiven. «Der Unterschied zu früher ist, dass wir anfangen gross zu denken. Die Jungen sagen sich: Wenn die Grossen das können, dann können wir das auch.»

Für das Schweizer Hockey sei es enorm wichtig gewesen, mit dem defensiven Spiel zu brechen, auch offensiv zu spielen und Chancen zu kreieren, analysierte Fischer. «Es ist schon krass, dass sich das Schweizer Eishockey so entwickelt hat, dass wir uns das erlauben können.» Doch dies alles sei kein Selbstläufer, betonte Fischer. «Das ist für Spieler wie Staff ein riesen Stück Arbeit.» Ein enormer Vorteil sei, dass heute immer mehr junge Talente, wie in Zug und bei GC, in der zweithöchsten Liga die Chance bekämen, gegen Männer zu spielen und sich so schnell und gut zu entwickeln.

«Bern wird es packen»

Ambri und Langnau seien für ihn die grössten Überraschungen der Saison gewesen, sagte Fischer. «Der EVZ ist sehr stabil und hat gute Chancen.» In diesem Jahr hätten viele ans Limit gehen müssen, was sich auf die Entwicklung positiv auswirke. «Bern wird es packen und in den Final einziehen», orakelt Fischer. «Bern hat einen guten Charakter und Zug muss zuerst noch zeigen, wie man grosse Matches gewinnt.» Und wie plant Patrick Fischer, das Schweizer Jahrhunderttalent Nico Hischier an der WM einzusetzen, der mit MVP Taylor Hall und Kyle Palmieri eine der besten Angriffsformationen der Welt in der NHL als Center anführe, wollte Moderator Waller wissen. «Ich habe ihn vor drei Wochen in den USA getroffen. Er hat mir gesagt: Ich brauchen einen Flügel der Tore schiesst. Vielleicht Nico Hischier mit Lino Martschini.»

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