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Virtuelles Denkmal für die Zugerin Helen Keiser

Die verdiente Zuger Orient-Expertin Helen Keiser (1926-2013) hat ein wertvolles dokumentarisches Werk hinterlassen. Eine private Gruppe macht jetzt einen Teil davon für die Öffentlichkeit zugänglich.
Andreas Faessler
Helen Keiser unterwegs auf einem Kamel in Jordanien, 1961.

Helen Keiser unterwegs auf einem Kamel in Jordanien, 1961.

Ihre innige Liebe zum Nahen Osten bestimmte ihr ganzes Leben: Die Zuger Schriftstellerin und Fotografin Helen Keiser (1926-2013) war seit den 1950er-Jahren regelmässig als freie Journalistin in den Ländern des Orients unterwegs. Mit ihrer einfühlsamen Art, auf die Menschen zuzugehen, drang sie weit in eine Welt vor, die dem Westen seinerzeit verborgen blieb. Mit Vorträgen, diversen Publikationen, Dokumentationen und reich bebilderten Reiseberichten machte Helen Keiser die Menschen in ihrer Heimat mit einer fremden Welt bekannt und leistete damit einen grossen Beitrag an das interkulturelle Verständnis – die Zugerin führte Welten zusammen. 1983 erhielt sie für ihr Werk den Zuger Anerkennungspreis. Kurz vor Weihnachten 2013 starb Helen Keiser in ihrer Heimat.

Ein grosser Teil von Helen Keisers Fotofundus gelangte vor knapp 18 Jahren ans Völkerkundemuseum in Zürich, worauf eine Auswahl erstmals öffentlich gezeigt wurde. In den Folgejahren trat Helen Keiser wiederholt mit Vorträgen über ihre Reisen in den Nahen Osten in Erscheinung. Doch mit ihrem Ableben ist auch ihr Werk allmählich in den Hintergrund geraten.

Nun hat eine Gruppe von Privatpersonen aus Zug eine Webseite erstellt, mit dem Zweck, der Person Helen Keiser und ihrer Arbeit gebührend zu gedenken. «Das Material, das Helen Keiser hinterlassen hat, ist zu wertvoll, um es einfach in den Schubladen verschwinden zu lassen», sagt Initiantin Tanja Schmid aus Zug. Sie war eine enge Bekannte der Reisejournalistin und hat von ihr eine Menge an Bildern und Schriften vermacht erhalten. «Helen Keiser genoss in Zug grosses Ansehen. Man nahm sie als beeindruckende Frau mit einem reichen Leben wahr.» Wenn man ihre Fotografien betrachte, so sprächen aus ihnen Helen Keisers Sehnsucht, ihr Selbstbewusstsein, ihre Bescheidenheit und vor allem ihre Freiheitsliebe. «Das soll interessierten Menschen nicht vorenthalten bleiben.»

Hunderte von Bildern

Die Internetseite www.helen-keiser.ch umfasst neben einer ausführlichen Biografie Helen Keisers mehrere Diavorträge über den Orient, künstlerische Arbeiten wie Malerei, eine grosse Auswahl an Presseartikeln und insbesondere eine noch grössere Fülle an Fotomaterial. Hunderte von Bildern aus dem Nahen Osten sowie aus Indien dokumentieren Land und Leute von einst. Besonders eindrucksvoll und gewissermassen bewegend ist die Fotosammlung aus Syrien. Sie zeigt prosperierende Städte, prächtige Kulturgüter, glückliche Menschen – heute eine Welt, die seit dem Bürgerkrieg so nicht mehr existiert.

Der Internetauftritt zu Ehren Helen Keisers ist als virtuelles Denkmal für die verdiente Zugerin zu verstehen, die sich unentwegt für das Völker- und Kulturverständnis eingesetzt hat, stets mit einem wachen Blick auf den Menschen.

www.helen-keiser.ch ; Instagram: helen.keiser

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