Vision für Areal Bösch in Hünenberg vorgestellt

Drei Hochhäuser als markante Arbeitswelten, Plätze und Wege für Begegnungen sowie ein nachhaltiger Mobilitäts- und Energiehub, das sind die Visionen des Vereins Zukunft Bösch für das Hünenberger Industrie- und Gewerbeareal Bösch.

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So stellen sich die Planer die Vision des Industriegebiets Bösch in Hünenberg vor.

So stellen sich die Planer die Vision des Industriegebiets Bösch in Hünenberg vor.

Bild: PD

(haz) «Ich bin beeindruckt und begeistert», strahlte die Hünenberger Gemeindepräsidentin Renate Huwyler anlässlich der Präsentation im Saal Heinrich von Hünenberg vom letzten Montag, 29. Juni. Zusammen mit rund 50 Firmeninhabern und Eigentümerinnen und Eigentümern aus dem Bösch sowie weiteren Interessierten verfolgte sie laut Medienmitteilung der Veranstalter die Präsentation der 3-D-Visionen mit Parkanlagen, Hochhäusern, Solardächern und einer LKW-Rampe. Und mit ihr über 80 weitere Personen, die sich via Videoübertragung im Internet live zugeschaltet hatten.

«Es steckt sehr viel Potenzial im Bösch»

erklärte Huwyler. Heute zählt das Areal rund 600 Firmen und 3000 Arbeitsplätze, doch «es könnten noch viel mehr werden». Deshalb sei es nun wichtig, «eine Gesamtvision vor Augen zu haben, sonst kommt man nicht ans Ziel.»

Eine weitere Visualisierung des Gewerbegebiets.

Eine weitere Visualisierung des Gewerbegebiets.

Bild: PD

Die anwesenden Regierungsratsmitglieder waren laut Mitteilung von der Gesamtvision ebenfalls angetan: «Es freut mich, dass Hünenberg an einer solch guten Lage ein so kreatives Projekt realisieren möchte, allerdings ein sehr ambitiöses», sagte Baudirektor Florian Weber und Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut würde sich freuen, wenn das eine oder andere umgesetzt werden könnte. «Es sind ganz freche Ideen», schmunzelte sie und dachte dabei vor allem an die Rutschbahnen, die den Hochhäusern als Notausgang dienen sollen.

Doch die Vision beinhaltet mehr als nur architektonische Spielereien und Innovationen. So wird im Bösch der Zukunft der Umweltgedanke grossgeschrieben: Die Autos sollen von der Strasse in den Mobilitätshub im Herzen des Quartiers umparkiert werden, der dank den Solarpanels auf allen Dächern gleichzeitig als Energiespeicherzentrum dient. «Für Nachhaltigkeit sorgt zudem ein selbstfahrender Bus, der die Arbeitnehmenden in fünf Minuten vom und zum Bahnhof Rotkreuz bringt», erklärte Projektleiter Marcel Muri von der Keeas Raumkonzepte AG. Ein erholsamer Rundweg und viel Grün runden das Konzept eines attraktiven Lebens- und Arbeitsraumes ab.

Ein Detail aus einer Visualisierung der Vision Bösch.

Ein Detail aus einer Visualisierung der Vision Bösch.

Bild: PD

Marcel Muri ist der führende Kopf der Vision und arbeitet eng mit dem Lenkungsausschuss der Gemeinde zusammen. «Ziel ist es, bis Ende Jahr ein realistisches, von allen Betroffenen anerkanntes Konzept zu erhalten, das Grundlage für die Ortsplanungsrevision ist.» Dazu ist er zusammen mit dem Präsidenten des Vereins Zukunft Bösch, Marco Hofer, in ständigem Austausch mit Unternehmenden und Eigentümern im Bösch sowie mit Behörden und potenziellen Investoren.

«Die Chancen, dass die Gesamtvision zu einem grossen Teil umsetzbar sein wird, sind gross», ist Marco Hofer genauso überzeugt wie die Gemeindepräsidentin: «Nun gilt es Schritt für Schritt weiter zu gehen und gemeinsam am Erfolg des Projektes zu arbeiten.» Dazu brauche es alle, die Unternehmen, Eigentümer- und Anwohnerschaft aber auch die Behörden. «Wir von der Gemeinde jedenfalls unterstützen die grossartige Arbeit des Vereins weiterhin und sind mit von der Partie.»

Aber auch die Bevölkerung kann sich aktiv einbringen und mitreden. Auf der Internetseite visionboesch.ch/boesch wird ein Link angeboten zur E-Mitwirkung. Hier können Kommentare und Anregungen, Kritik und Lob hinterlegt werden. Die nächste öffentliche Diskussion über die Gesamtvision Bösch wird dann am 12. September 2020 anlässlich des gemeindlichen Workshops zur Ortsplanungsrevision stattfinden.

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