Visionäre Ideen für das Hünenberger Industriegebiet Bösch

Erstmals wird der Öffentlichkeit präsentiert, wie das Hünenberger Gebiet einmal aussehen könnte.

Carmen Rogenmoser
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Vision für das Gebiet Bösch: So könnte es dereinst aussehen. Visualisierung: MAS StadtRaum/KEEAS

Vision für das Gebiet Bösch: So könnte es dereinst aussehen. Visualisierung: MAS StadtRaum/KEEAS

Der Verein Zukunft Bösch kann die Visionen, die für die Zukunft des Industriegebiets in Hünenberg erarbeitet wurden, endlich der Öffentlichkeit vorstellen. Dazu wurde ein Infoabend im Saal Heinrich von Hünenberg organisiert, verfolgt werden kann die Präsentation auch im Onlinestream (siehe Hinweis). «Gezeigt wird, was im Bösch überhaupt möglich wäre, wie das Gewerbe- und Industriegebiet zu einem attraktiven Arbeitsort werden kann», erklärt Vorstandsmitglied Patricia Diermeier. Der Verein, der von der Gemeinde unterstützt wird und eng mit dem Lenkungsausschuss zusammenarbeitet, habe sich zum Ziel gesetzt, das Gebiet aufzuwerten und gleichzeitig die Grundlage für die Ortsplanungsrevision zu schaffen, so Diermeier.

Entwickelt hat der Verein die Visionen gemeinsam mit Marcel Muri von der KEEAS Raumkonzepte AG. Als Hauptthemen nennt Muri die Schaffung von unverkennbarem, attraktivem Lebens- und Arbeitsraum, ein Pilotprojekt für den Vorzug der Energiewende sowie ein KMU-Förderprojekt mit einmaligen Hochhäusern als Markenzeichen. «Die grosse Gemeinschaft, die heute schon auf dem Areal lebt, zeigt, wie es möglich sein könnte, CO₂-un­abhängig zu leben, zu produzieren und sich fortzubewegen», führt er aus. Das Projekt wolle einen Ort schaffen, der die Energiewende vollzogen hat.

Nach wie vor handelt es sich um eine Vision. «Die Bereiche Verkehr, Freiraum, Architektur und Umwelt sind bereits mit Fachleuten aufeinander abgestimmt und bilden ein Gesamtbild», sagt Muri. Diese Bausteine müssten nun auf ihre Tragfähigkeit überprüft werden. «Zudem ist das Ganze anschaulich visualisiert worden, sodass wir zeigen können, wie wir uns die Zukunft vorstellen können.» Durch ein Mitwirkungsverfahren wird die Bevölkerung aufgefordert, am Prozess teilzunehmen. «Es ist uns wichtig, alle Stimmen anzuhören, die zum Bösch etwas zu sagen haben», so Marcel Muri.

Die Gemeinde arbeitet parallel

Über 3000 Personen arbeiten im Bösch, die wenigsten wohnen aber in der Gemeinde. «Deshalb haben wir entschlossen, ihnen eine Stimme zu geben und ihre Meinung digital abzuholen.» Parallel wird die Gemeinde den Ausbau der Strassen und Plätze und die Entwicklung eines Campus auf dem eigenen Areal weiterentwickeln. Dazu findet am 12. September ein öffentlicher Workshop «Ortsplanung» statt. Vorgesehen ist, dass die Visionen weiter vertieft werden und im Dezember eine konkrete, von allen akzeptierte Gesamtvision vorliege, führt Diermeier aus. Diese bildet dann die Basis für die Ortsplanungsrevision.

Der Infoabend findet heute Abend um 18 Uhr im Saal Heinrich von Hünenberg statt. Teilnehmer müssen sich vorher anmelden, das gilt auch für den Livestream. Weitere Infos sowie die Anmeldung zur E-Mitwirkung finden Sie unter www.visionboesch.ch

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