Volk wehrt sich gegen Umzonung in Steinhausen

Nächste Runde im Sportplatz-Streit in Steinhausen: Das Volk sagt knapp Nein zur Teiländerung des Zonenplans. Der Gemeinderat setzte sich vergeblich für ein Ja ein.

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Dieses Stück Land will das Volk nicht umzonen. Im Bild Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

Dieses Stück Land will das Volk nicht umzonen. Im Bild Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter. (Bild: Dominik Hodel / Neue ZZ)

Mit 1063 Nein- zu 951 Ja-Stimmen (52,8 % Nein) lehnt Steinhausen die Teiländerung des Zonenplans ab und verhindert damit die Erweiterung einer Sportanlage im Eschfeld. Die Stimmbeteiligung liegt bei 35,7 Prozent.

Dort, wo der SC Steinhausen beheimatet ist, hätten zwei neue Beachvolleyballfelder und ein neues Fussballfeld entstehen sollen. Zudem hätte der Fluss, der unter dem Gebiet durchfliesst, renaturiert und somit wieder ans Tageslicht gebracht werden. Das Projekt auf einer Fläche von 14'000 Quadratmetern war wegen Einsprachen seit sechs Jahren blockiert.

Im Vorfeld war die Enteignung eines landwirtschaftliches Feldes höchst umstritten. Die Einigung mit der Gemeinde sei an dem viel zu tiefen Preis für die Entschädigung, die der Bauer zusätzlich zum Realersatz erhält, gescheitert. Der Entschädigungspreis wird nach Quadratmeter Land abgerechnet. Die Gemeinde bot einen Quadratmeterpreis von 88 Franken an. Das sei viel zu wenig im Vergleich zu ähnlichen Fällen im Kanton Zug, so der Betroffene. In Baar würden 650, in Zug 500 Franken gezahlt. Die Gemeinde konterte die Kritik, dass in diesen Fällen kein Realersatz bezahlt würde und die Preise deshalb so hoch seien.

rem