VOLKSSCHULE: Zuger Klassenlehrer sollen entlastet werden

Die Zuger Lehrerinnen und Lehrer mit Klassenverantwortung sollen entlastet werden: Der Kantonsrat hat am Donnerstag in erster Lesung entschieden, ihnen künftig zwei Lektionen für ihre Klassenlehrer-Funktion anzurechnen. Bisher war nur eine Lektion für diese Arbeiten bestimmt.

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Symbolbild Schulklasse (Bild: Keystone)

Symbolbild Schulklasse (Bild: Keystone)

Die Änderung soll für die Primar- und für die Sekundarstufe gelten. Auch die Kindergärtnerinnen sollen entlastet werden, allerdings in kleinerem Umfang: Sie erhalten künftig pro Woche 30 Minuten für Elterngespräche und andere Klassenlehrer-Arbeiten bezahlt. Die zweite Lesung mit Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt.

Weitere Entlastungsmassnahmen hatten im Rat hingegen keine Chance. Das Parlament lehnte es ab, die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung für ein Vollzeitpensum zu senken.

Lektionenzahl wird nicht gesenkt

Für die Primarlehrer liegt die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung somit auch in Zukunft bei 30 Lektionen, für Sekundarlehrer bei 29 Lektionen.

Der Regierungsrat wollte zumindest die Primarlehrer um eine Lektion entlasten. Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) argumentierte vergeblich, dass umliegende Kantone die Lektionenzahl längst gesenkt hätten und Zug für Lehrer attraktiv bleiben müsse.

Der Rat lehnte diese Reduktion jedoch ab. Das sei Symptombekämpfung, die nicht wirklich viel bringe, fand eine Mehrheit. (sda)