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Vom lockeren Treff zur Beratung – die Entwicklung von ProArbeit Zug

Der Verein ProArbeit besteht seit 25 Jahren. In dieser Zeit hat sich vieles rund um das Thema Arbeitslosigkeit verändert. So hat nicht nur die Anzahl der Mitarbeiter zugenommen.
Vanessa Varisco
Claudia Kocher erteilt den Teilnehmern Unterricht. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 10. August 2018))

Claudia Kocher erteilt den Teilnehmern Unterricht. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 10. August 2018))

Rund 3500 Beratungen für Stellensuchende hat ProArbeit im Jahr 2017 geleistet. Damit hat sich der Verein in Zug etabliert. Gegründet wurde er 1993, damals unter dem Namen Zalt (Zuger Arbeitslosen-Treff). «Zu dieser Zeit war Arbeitslosigkeit ein neues Phänomen, weshalb sich einige erwerbslose Zuger getroffen haben. Zalt bot die Möglichkeit, die Interessen der Betroffenen zu vertreten und Ängste zu mindern», sagt Jonas Peyer, der Geschäftsleiter von ProArbeit.

Vor 25 Jahren kochte und spazierte man zunächst gemeinsam. Bald wurde die Beratung professioneller und man leistete Unterstützung für Vorstellungsgespräche und die Gestaltung des Lebenslaufs. Heute bietet ProArbeit neben Beratung auch PC- und Deutschkurse sowie Coachings für junge Erwachsene an. «Wir wollen Arbeitslosen ermöglichen, wieder Fuss zu fassen im Arbeitsmarkt, sodass sie letztlich auf eigenen Beinen stehen», erklärt Jonas Peyer.

Sprachkurse sind täglich im Angebot

Im vergangenen Vierteljahrhundert Vereinsgeschichte habe sich vor allem das Kurswesen entwickelt, weiss er. Das Angebot reicht von Unterstützung bei Bewerbungen und Lebensläufen bis hin zu Sprachkursen mit Kinderbetreuung. Besonders die Palette Deutschkurse ist breit gefächert: Von der Alphabetisierung bis zum Sprachniveau C1 werden Kurse angeboten. Die Sprachkurse sind intensiv und finden täglich statt. Da die Meisten auf Arbeitssuche seien, hätten sie dementsprechend Zeit, jeden Tag den Unterricht zu besuchen, sagt Peyer. Deshalb finden auch keine Abendkurse statt.

Arbeitssuchende müssen auch keinen Termin für eine Beratung vereinbaren, sondern können fünf Tage die Woche das Büro an der General-Guisan-Strasse aufsuchen und werden vorab beraten. Beim Infopoint im Büro von ProArbeit können Arbeitslose ausserdem ausgedruckte Stelleninserate durchforsten und sich selbstständig informieren. «Für Arbeitssuchende mit wenig PC-Kenntnissen ist das bereits sehr hilfreich», weiss Jonas Peyer. Die Stellensuchenden bezahlen für eine Bewerbungsberatung einen symbolischen Betrag von zwei Franken. Sprachkurse finanzieren die Teilnehmer selber.

Der Verein als Arbeitgeber

Für junge Erwachsene bietet der Verein das Programm support4you an. Erwerbslose im Alter von 20 bis 25 trainieren dort unter anderem Bewerbungstechniken und Strategien im Einzel- und Gruppencoaching. Genutzt wird das Angebot des Vereins von unterschiedlichen Personen. Neben Asylsuchenden und Privatpersonen aus allen Zuger Gemeinden gibt es auch solche, die vom RAV an ProArbeit verwiesen werden. 45 Teilzeitangestellte sind beim Verein beschäftigt, dazu kommen zehn Freiwillige, die vor allem bei der Kinderbetreuung kräftig anpacken.

«Uns ist wichtig, dass Arbeitssuchende und Angestellte Spass haben am Lernen und Unterrichten. Bei uns herrscht immer eine geschäftige Atmosphäre», sagt Jonas Peyer zufrieden.

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