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Hünenberger Rechnung wandelt sich vom Minus zum Plus

Dank höherer Steuererträge schliesst die Rechnung 2018 in Hünenberg, entgegen des Voranschlags, positiv ab. Eine Gruppe von Steuerzahlern ist jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Raphael Biermayr

Hünenberg reiht sich in den Reigen der Zuger Gemeinden ein, deren Rechnungsabschluss 2018 viel besser aussieht als das Budget. Statt des vorangeschlagenen Aufwandüberschusses von rund 330 000 Franken hat ein Plus von 3,2 Millionen Franken resultiert. Höhere Steuererträge, sowohl bei den natürlichen Personen (1,6 Millionen Franken) als auch infolge Veräusserungen von Grundstücken, Erbschaften oder Schenkungen (800000 Franken), waren die Haupttreiber des positiven Ergebnisses. Bemerkenswert: Bei den natürlichen Personen stammte der Löwenanteil des Mehrertrags von Forderungen aus den Vorjahren (1,4 Millionen Franken).

Auch Minderabschreibungen in der Höhe von 600 000 Franken wirkten sich positiv auf die Rechnung aus. Diese sind unter anderem auf den späteren Baubeginn beim zu sanierenden und erweiternden Schulhaus Rony sowie auf die zurückgestellte Asylunterkunft zurückzuführen. Diese (noch) nicht umgesetzten Projekte hatten auch einen Einfluss auf die Investitionsrechnung. Dank der 4,4 Millionen Franken, die unter dem Strich aus der betrieblichen Tätigkeit in der Rechnung übrig blieben, seien die durchschnittlichen Investitionstätigkeiten gedeckt, schreibt die Finanzvorsteherin und Gemeindepräsidentin Renate Huwyler (CVP).

Disziplin bei den Ausgaben

Grössere Abweichungen zum Budget sind, was die Aufwandseite anbelangt, bei den Einlagen in Fonds und Spezialfinanzierungen auszumachen: 385 000 statt 107 000 Franken wurden verbucht. Gemäss Huwyler hängt diese Differenz mit einer Spezialfinanzierung im Zusammenhang mit dem Abwasser zusammen.

Hingegen wurden, wie erwähnt, die budgetierten Abschreibungen unterschritten. Gleiches gilt für den Personal- und Sachaufwand (gesamthaft 370 000 Franken weniger). Auf der anderen Seite der Erfolgsrechnung übersteigen die «verschiedenen Erträge» den Voranschlag um fast 270 Prozent – allerdings auf kaum merklichem finanziellem Niveau (41 000 gegenüber 11 000 Franken).

Steuerrabatt von 4 Prozentpunkten

Nicht zufriedenstellend sind gemäss Huwyler die Steuererträge bei den juristischen Personen. Diese «konnten noch nicht wie gewünscht, entsprechend den Jahren 2013 bis 2016 aufblühen», schreibt sie. Rund 4,8 Millionen Franken gingen im Jahr 2018 von Firmen ein, das entspricht 200 000 Franken weniger als im Voranschlag ausgewiesen. Das trifft den Gemeinderat nicht unvorbereitet: Bereits im Budgetprozess 2017 war die Rede davon gewesen, dass diese Erträge rückläufig sind. Laut Huwyler hegt der Gemeinderat die Hoffnung, dass die in Gang gesetzten Aufwertungen der Gewerbegebiete Bösch und Moosmatt sich in Zukunft positiv auf die Steuererträge auswirken werden, auch wenn das «nur schwer beeinflussbar» sei.

Der Steuerfuss in Hünenberg liegt eigentlich bei 70 Prozent. Für 2018 wurde aber ein Rabatt von 2 Prozentpunkten gewährt, für das laufende Jahr einer von 4 Prozentpunkten. Ist angesichts des positiven Ergebnisses im Vorjahr ein dauerhafter Eingriff, in Form einer Steuersenkung, ein Thema? Renate Huwyler äussert sich dazu unverbindlich: «Im Budgetprozess werden jeweils die Details aus den Vorjahren analysiert sowie Veränderungen und Prognosen eingearbeitet. Daher wäre eine Beantwortung der Steuerfussfrage zu früh».

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