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Ausstellung beleuchtet die Leiden unserer Vorfahren

Das Museum für Urgeschichte(n) in Zug zeigt in einer Sonderausstellung, wie man früher Krankheiten kurierte.
Stefan Welzel
Skelett-Teile aus Baar (7. Jahrhundert n. Chr.) zeugen von Zahnschschäden und gebrochenen Knochen. (Bild: PD)

Skelett-Teile aus Baar (7. Jahrhundert n. Chr.) zeugen von Zahnschschäden und gebrochenen Knochen. (Bild: PD)

Vor der Entwicklung und den Errungenschaften der modernen Medizin waren wirksame Behandlungsmethoden von Krankheiten rar, die Lebenserwartung unserer Vorfahren entsprechend tief. Doch gegen manches Leiden war ein Kraut gewachsen. Eine neue Sonderschau im Museum für Urgeschichte(n) in Zug zeigt ab Mitte November Krankheiten und ihre Heilmittel aus Sicht der Archäologie.

Zahnschmerzen, Entzündungen und Knochenbrüche – auch in der Urgeschichte litten Menschen unter solchen Problemen, heisst es in einer entsprechenden Mitteilung. Medikamente und Behandlungsmethoden der heutigen Zeit waren weitgehend unbekannt, doch man wusste sich zu helfen.

Dank genauer Beobachtung kannten unsere Vorfahren die heilende Wirkung von Pflanzen. So waren sie in der Lage, manche Beschwerden zu lindern und – wenn auch selten – gar erfolgreich Operationen durchzuführen. Anhand ausgewählter Exponate aus der Zentralschweiz zeigt die Ausstellung, wie Krankheiten und ihre Heilmittel im archäologischen Fundgut nachgewiesen werden. So geben Blütenpollen, verkohlte Pflanzenteile und Funde aus Feuchtbodensiedlungen Auskunft darüber, welche Pflanzen früher wuchsen. An welchen Krankheiten und Verletzungen die Menschen litten, zeigen Ergebnisse anthropologischer Untersuchungen. Überlieferungen aus der Volksmedizin und antike Schriftquellen schaffen Verbindung zwischen Krankheit und möglichen Medikamenten. Beleuchtet wird die Nutzung von Heilpflanzen ab der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit.

Mit Funden aus Zug erweitert

Die Sonderausstellung wurde von der Kantonsarchäologie Luzern entwickelt. Für die Präsentation im Museum für Urgeschichte(n) wird sie um Zuger Funde erweitert. Ein Rahmenprogramm mit Workshops, Aktionsnachmittagen, Führungen und Vorträgen rundet die Präsentation dieser medizinhistorischen Schau ab. (sw)

Hinweis
Sonderausstellung «Gesundheit – 7000 Jahre Heilkunst» vom 17.November bis 17. Mai. Führungen im November: «Gaius hat die Grippe» am 17. November, 13 bis 17 Uhr, und am 27. November ab 19.30 Uhr «7000 Jahre Heilen», Rundgang durch die Ausstellung mit anschliessendem Apéro. Am 22. und 29. November finden Taschenlampenführungen für Kinder statt. Mehr Informationen unter www.urgeschichte-zug.ch

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