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Von der Kondensmilchfabrik zur Kindertagesstätte

Für das ehemalige Restaurant Milchsüdi in Cham gibt es neue Pläne.
Vanessa Varisco

Das ehemalige Restaurant Milchsüdi in Cham bekommt einen neuen Mieter. Denn seit Februar war es geschlossen und bislang war nicht bekannt, wie die Räumlichkeiten in Zukunft genutzt werden. Zuletzt waren Jeta und Pino Reshani Pächter des Lokals und servierten dort traditionelle Schweizer Küche. Nun wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Eine Kindertagesstätte soll einziehen, wie aus einem Baugesuch hervorgeht, welches bis Mitte letzte Woche in der Gemeindeverwaltung auflag. Eveline Käppeli, Mitglied der Geschäftsleitung des Haustechnik-Unternehmens, welchem das Gebäude gehört, erklärt:

«Wir haben die Umnutzung ausgeschrieben und eine Kindertagesstätte hatte Interesse an den Räumlichkeiten.»

Laut einer Beilage zum Baugesuch sind die ehemalige Infrastruktur und die Haustechnikanlage bereits komplett zurückgebaut. «Jetzt sollen die Böden noch neu verlegt, die Wände gestrichen und eine neue Küche eingebaut werden», gibt Käppeli Auskunft. Die bestehende WC- und Lüftungsanlage nutzt man weiterhin. Auch die Raumeinteilung bleibt künftig grundsätzlich die gleiche, einzig ein Raum soll neu abgetrennt und als Gruppenraum genutzt werden. Ausserdem wird der Gang bis zur Aussentüre separat unterteilt. Die Kosten für das Projekt sind auf 300 000 Franken veranschlagt.

Einsprachen sind laut Käppeli gegen das Projekt keine eingegangen. Aktuell wartet man noch auf die Baubewilligung. «Ist diese erteilt, wird der Umbau vorgenommen. Er wird ungefähr zwei, drei Monate in Anspruch nehmen», führt Eveline Käppeli aus. Dann kann auch die Kita dort einziehen.

Die Lärmsituation 
wird verbessert

Darüber, welche Kindertagesstätte genau einzieht, will sie noch nicht mehr verraten. Aber man habe sich einigen können und habe eine mündliche Zusage. Eveline Käppeli ist zuversichtlich, dass man bald eine Bewilligung erhalten werde und zufrieden, dass eine Kita einziehen wird.

«Da die Kindertagesstätte am Wochenende geschlossen ist, wird dann auch Ruhe im Quartier sein»,

schildert sie. Die Lärmsituation soll somit verbessert werden – denn im Restaurantbetrieb hätte es ab und an doch Beschwerden gegeben.

Die Milchsüdi in Cham war die erste Kondensmilchfabrik Europas, wie sich auf der Website Chamapedia nachlesen lässt. Bis zur Weltwirtschaftskrise 1932 wurde das Produkt dort hergestellt, bis der Betrieb schliesslich eingestellt werden musste. Ab 1994 wurde das Gebäude als Restaurant genutzt. Ursula Gisler war die erste Gastgeberin in der Wirtschaft zur Milchsüdi. Bis der Restaurantbetrieb dieses Jahr aufgegeben wurde, gab es mehrere Pächterwechsel – auf der Karte standen oftmals schweizerische, bündnerische oder gar bayrische Spezialitäten.

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