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In der Zuger Altstadt gab es alles: von Jazz bei Kerzenlicht bis Burlesque

Zum dritten Mal hat das Primavera-Festival Frühlingsgefühle in die Altstadtgassen gebracht. Die Besucher kamen in den Genuss von kleinen und feinen Musikgigs.
Sabina South
Am Primavera-Festival gab es in der Zuger Altstadt neben viel Musik auch das Burlesque Variété in den Räumlichkeiten des «Schabernack...partout Variété». Hier mit Rosie Riot. (Bild: pd)

Am Primavera-Festival gab es in der Zuger Altstadt neben viel Musik auch das Burlesque Variété in den Räumlichkeiten des «Schabernack...partout Variété». Hier mit Rosie Riot. (Bild: pd)

Aus 15 Restaurants, Bars und einem Varieté drangen am Freitagabend Melodien in die Zuger Gassen und füllten die Ohren der Besucher mit Jazz, Folk, Nationalem, Internationalem, Regionalem und Genialem. Initiiert vom Verein Waldstock in Zusammenarbeit mit den Lokalen, übertraf sich das Primavera-Festival nach dem Motto «Kleines und Feines» beinahe selbst mit seinem musikalischen und künstlerischen Angebot.

Die Formationen spielten den ganzen Abend, sodass das Publikum je nach Zeit, Lust und Laune das Lokal wechseln konnte. Um die kulinarischen Gelüste kümmerten sich die Zuger Gastronomen und sorgten für sinnliche Highlights. Pasta, Kebabs, Salami, Käse und Musik reichten sich für einen Abend lang die Hände.

Bereits kurz nach Einbruch der Dunkelheit gab es unter dem Sternenhimmel über dem Lokal «Im Hof» praktisch kein Durchkommen mehr. Mit einem Fläschchen Bier in der Hand tummeln sich Jung und Alt auf den Pflastersteinen und lauschen der einheimischen Band «Next Train Home».

Rassige Tempi und gedämpftes Rotlicht

«Ich mag die gemütliche Musik, da kann man sich auch noch ganz gut dazu unterhalten», sagt Alice Roschi. Die Zugerin ist mit einer Gruppe Jungpolitikerinnen und -politikern unterwegs. «Ich kenne den Gitarristen und die Band hat ein grosses Repertoire an Coversongs», schwärmt sie und widmete sich gleich wieder konzentriert der Musik.

In der Widderbar hingegen dominieren durchaus auch rassige Tempi. Gedämpftes Rotlicht mischt sich mit Kerzenschimmer. In der Mitte sitzt Donny Childs aus Kanada auf einem Stuhl mit der Gitarre im Arm und macht den Auftakt mit einer Auswahl an traurig anmutenden, selbstkomponierten Folksongs. Die Schnatterstimmen der Anwesenden verstummen spätestens, als seine Freundin in der Mitte der Bar zu Stepptanzen beginnt. Ursina Meyer ist dafür eigens aus Winterthur angereist. «Es macht total Spass hier zu sein und mitwirken zu dürfen.»

Vom Kerzenlicht zurück an die frische Luft. Vor dem Restaurant Schiff drängen sich die Besucher geradezu gegen den Eingang. Einen Blick durch die Menge gibt Aufschluss über den Grund; hier spielen Estella Benedetti und Michael Giger. Das Duo aus Luzern scheint auch in Zug gut bekannt zu sein. Bei der selbstkomponierten Ballade «Hole In My Heart» singen viele Besucher sogar mit.

Festivalbesucher Jonas Fischer aus Steinhausen ist mit zwei Kolleginnen nach Zug gekommen. «Ich bin zum ersten Mal hier», sagt er während einer Songpause. Das Primavera-Festival sei einfach eine coole Idee. «Die Mischung aus Musik und kulinarischen Genüssen ist einzigartig». Zum Abschluss wolle er noch in den oberen Stock, denn Etienne Merula möchte er auf keinen Fall verpassen. In der Panorama Schiffbar singt Merula seine ruhigen, stimmigen Folksongs in die Nacht hinein und einmal mehr ist es dem Primavera-Festival gelungen zu beweisen, dass Klein und Fein einfach immer gut ankommt.

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