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Vorbereitet in die Zukunft

Andreas Faessler über das, was uns noch bevorsteht.
Andreas Faessler
Andreas Faessler (Bild: Maria Schmid(Neue ZZ) (Neue Zuger Zeitung))

Andreas Faessler (Bild: Maria Schmid(Neue ZZ) (Neue Zuger Zeitung))

Neulich schaute ich mir eine Doku an über das Mercedes-Benz-Werk Wörth am Rhein. Es ist das weltgrösste Lkw-Montagewerk. Ich kann meine Faszination nicht leugnen beim Anblick der hochfein entwickelten Maschinen, wie sie computergesteuert millimetergenau ­jeden einzelnen Bestandteil der Riesenfahrzeuge punktgenau platzieren und montieren. Nach etlichen hochkomplexen Arbeitsschritten durch x weitere Roboter rollt schliesslich ein fixfertiger Brummi vom Band. Da kommt ein Mensch aus Fleisch und Blut ins Bild und poliert mit einem Lappen noch die eine oder andere Schliere vom glänzenden Lack.

Erst jetzt frage ich mich bewusst: Wo waren eigentlich diese aus organischem Material bestehenden Arbeitskräfte während des Entstehens der Fahrzeuge? Diese beeindruckende, bestens funktionierende Automatisierung, die nicht nur bei der Lkw-Herstellung, sondern in fast allen Bereichen des Lebens zunehmend Einzug hält, hat sehr wohl auch etwas Beängstigendes. Wird es den Menschen bald nicht mehr brauchen? Dabei gibt es doch immer mehr davon auf der Erde.

Es ist schon lange eine Binsenwahrheit, dass sich die Gesellschaft angesichts dessen auf eine grosse Herausforderung gefasst machen muss – der Mensch braucht nun mal eine Beschäftigung, um seine Existenz zu sichern. Ich bin trotz all der Vorzeichen für eine automatisierte Zukunft recht zuversichtlich, dass man Wege und Lösungen finden wird. Mag es derzeit noch wie eine Flucht nach vorne aussehen, wenn Lehrer in Robotik geschult werden, um die Jüngsten darin zu unterrichten, so wird es der richtige Weg sein: Die nachfolgenden Generationen wollen für die Zukunft gerüstet sein. Denn wer nicht jetzt schon für den Umgang mit der immer ausgefeilteren Technik sensibilisiert wird, dem droht in absehbarer Zukunft ein schwerer Stand. Beobachtet man die erschreckend rasante technische Entwicklung allein in den vergangenen zehn Jahren, da ist diese zeitige Sensibilisierung umso dringender. Der fortwährende Wandel geschieht, ob wir das gut finden oder nicht.

Andreas Faessler

andreas.faessler@zugerzeitung.ch

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