Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vorboten des Wahlkampfs an der Neuheimer Gemeindeversammlung

An der Gemeindeversammlung hatten sich viele auf den Apéro eingestellt, als ein schwelendes Thema Geduld einforderte.
Raphael Biermayr

Wer gestern Abend, 30. Mai 2018, auf eine kurzweilige Gemeindeversammlung (GV) spekuliert hatte, sah sich getäuscht: In der Schlussphase war Geduld gefragt. Nicht zum ersten Mal in jüngerer Zeit sah sich die Versammlung mit einer ausführlichen Interpellation konfrontiert. Dieses Mal stammte sie von der SVP-Ortspartei. Die Fragen bezogen sich auf die einstige Misswirtschaft in der Abteilung Soziales und Gesundheit und deren Vorsteher, Gemeinderat Franz Keiser (parteilos). Die Beantwortung – vorgenommen im Duett von Gemeindepräsident Roger Bosshart (FDP) und Gemeindeschreiberin Melanie Imfeld – nahm 18 Minuten in Anspruch.

Die Beschlüsse der Neuheimer Gemeindeversammlung

An der Gemeindeversammlung (GV) gestern Abend in der Lindenhalle entschieden die Stimmberechtigten Folgendes: Die Gemeinderechnung 2017 ist angenommen; der Kredit von 410000 Franken für die Sanierungs- und Unterhaltsmassnahmen beim gemeindeeigenen Kanalisationssystem ist gewährt. (bier)

Der Inhalt im Wesentlichen: Die SVP warf Franz Keiser Unfähigkeit sowie Illoyalität gegenüber Gemeinderat und Verwaltung vor. Der Gemeinderat verteidigte seinen eingeschlagenen Kurs und liess sich darüber hinaus nicht auf «suggestive Fragen» ein. Der Gemeinderat hatte die Interpellation übrigens freiwillig verlesen: Die SVP hatte diese vor der GV zurückgezogen. Der SVP-Präsident und -Gemeinderatskandidat Andreas Bächtold ergriff schliesslich das Wort und schilderte unter anderem seinen erfolgreichen Kampf um Akteneinsicht. Der Wahlkampf liess grüssen.

Der Steuerfuss könnte sinken

Darin wird traditionell auch das Geld Thema sein. Dieses häufige Reizthema war gestern positiv besetzt. Der Finanzvorsteher Marcel Güttinger (FDP) präsentierte das beste Rechnungsergebnis in der Geschichte der Gemeinde: ein Plus von 1,8 Millionen Franken. Die Versammlung, die mit 66 Stimmberechtigten deutlich grösser war als im Vorjahr, folgte dem Antrag des Gemeinderats betreffend Überschussverwendung einstimmig: 909000 Franken gehen an zusätzliche Abschreibungen, 500000 Franken sollen den Steuerschwankungsreserven und 366000 Franken dem freien Eigenkapital zugewiesen werden.

Der FDP-Ortsparteienpräsident Thomas Fuchs kündigte daraufhin eine Motion in Sachen Steuersenkung oder -rabatt an, unterstützt von der SVP.

Geld wird aber auch ausgegeben werden: Der Gemeinderat begehrte einen Kredit für die teilweise Sanierung des Kanalisationssystems. Die 410000 Franken wurden einstimmig bewilligt. Damit sollten bis in zwei Jahren die drängendsten Arbeiten erledigt werden, führte der Bauchef Daniel Schillig (CVP) aus. Daraufhin folgte die eingangs erwähnte Geduldsprobe.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.