Schulstart: Polizei mahnt zur Vorsicht im Strassenverkehr

Am Montag beginnt im Kanton Zug wieder die Schule. Unerfahrene Kindergärtler und Schulkinder sind dann wieder auf dem Schulweg unterwegs.

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Ab dem 20. August sind im Kanton Zug die Schüler wieder unterwegs. (Symbolbild: Stefan Kaiser)

Ab dem 20. August sind im Kanton Zug die Schüler wieder unterwegs. (Symbolbild: Stefan Kaiser)

Tausende Kinder starten am 20. August wieder mit der Schule. Viele sind zum ersten Mal alleine unterwegs und sind mit dem Verkehr noch nicht vertraut. Da Kinder die Geschwindigkeit und Distanz von Fahrzeugen noch schlecht abschätzen können, sind sie auf Erwachsene angewiesen, welche am Fussgängerstreifen ganz anhalten, teilt die Zuger Polizei mit.

Zudem sind Gehör und Orientierungssinn der Kinder noch nicht voll entwickelt und sie haben ein eingeschränktes Wahrnehmungsfeld, darum sehen sie Dinge am Rande ihres Sichtfeldes nicht. Die Polizei fordert die erwachsenen Verkehrsteilnehmer auf, mit mehr Geduld und Vorsicht gegenüber den Kindern aufzutreten.

Um den Neulingen das richtige Verhalten im Strassenverkehr zu zeigen, werden in den nächsten Wochen die Verkehrsinstruktoren der Zuger Polizei in den Kindergärten und Schulen präsent sein. Dabei lernen die Kinder, den Fussgängerstreifen erst zu überqueren, wenn das Auto komplett steht oder auf der Strasse abgewandten Trottoirseite, dem sogenannten «Kindertrottoir», zu gehen.

Leitspruch: «Rad steht – Kind geht»

Viele Verkehrsteilnehmende nehmen sich jedoch den Leitspruch «Rad steht – Kind geht» zu wenig zu Herzen. Wenn das Fahrzeug das Tempo vor dem Fussgängerstreifen zwar verlangsamt, das Kind aber richtigerweise noch wartet, wird oft wild gestikuliert. Die Kinder brauchen Zeit am Fussgängerstreifen. «Die Polizei bittet Sie, diese den Kindern zu geben», so die Polizei in der Mitteilung. Zur Unterstützung der Kampagne hat die Zuger Polizei wiederum die Reifen der Einsatzfahrzeuge mit dem Slogan «Rad steht – Kind geht» besprayt.

«Elterntaxi» bringt nur weitere Gefahren

Das richtige Verhalten lernen Kinder nur, wenn sie mit den Eltern oder den Freunden zu Fuss unterwegs sind. Die Eltern fahren zwar zum Schutz der Kinder diese direkt zu Schule, jedoch verursachen diese «Elterntaxis» mehr Verkehr und führen zu einer zusätzlichen Gefährdung der anderen Schulkinder. Auch kann es zu gefährlichen Situationen kommen, wenn Fahrzeuge die Zu- und Wegfahrten zu den Schulhäusern verstopfen. Ausserdem fördert der Weg zur Schule die soziale Komponente. Die Kinder lernen mit Konflikten und Problemen umzugehen und üben selbstständiges Handeln, dazu pflegen sie Freundschaften mit anderen Kindern.

Zur Sicherheit der Kinder werden in den ersten paar Schulwochen verstärkt Einsatzkräfte der Zuger Polizei entlang der Schulwege präsent sein und achten auf das richtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer wie auch der Kinder. Laut der Zuger Polizei werden im Bereich der Schulhäuser auch Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. (jb)