Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wachstum gibt im Hünenberger Seegebiet zu reden

Eine Interessensgemeinschaft wehrt sich gewissermassen präventiv gegen eine denkbare hohe Überbauung bei der Stadtbahnhaltestelle. Der gemeindliche Bauchef ist davon nicht überrascht.
Raphael Biermayr
Wie die Überbauung auf dem heutigen Parkplatz aussehen wird, entscheidet sich erst nächstes Jahr. (Bild: Stefan Kaiser (8. Mai 2018))

Wie die Überbauung auf dem heutigen Parkplatz aussehen wird, entscheidet sich erst nächstes Jahr. (Bild: Stefan Kaiser (8. Mai 2018))

Im Seegebiet von Hünenberg wehren sich die «IG Hünenberg See» und weitere Personen mittels eines Briefs an Regierungsrat und Gemeinde gegen die geplante Überbauung Zythus beziehungsweise deren mögliche Ausmasse. Möglich deshalb, weil noch gar nicht bekannt ist, wie das Bauprojekt aussehen wird.

Im vergangenen Mai präsentierten der Kanton als Grundeigentümer und die Gemeinde an einem Informationsanlass drei Varianten. Die Verfasser des erwähnten Schreibens, Jeannette Besmer und Félix Dony, sowie die namentlich aufgeführten 61 Unterstützerparteien sind gegen alle. Dabei wird unter anderem mit dem Portemonnaie von Liegenschaftseigentümern argumentiert: Ohne Seesicht wären die Objekte weniger wert. Darüber hinaus seien die Pläne generell «überdimensioniert» und verlangten «eine extrem hohe Ausnützungsquote».

«Hünenberg muss nicht zwingend zur Stadt werden»

Das letztgenannte Argument zeigt, dass es den Gegnern um mehr geht als das Zythusareal. Im Schreiben, das nicht als Petition gekennzeichnet ist, kritisieren sie das Wachstum von Hünenberg, dessen Bevölkerungszahl aktuell bei etwas über 8800 Personen liegt. Die Gemeinde sei «explosionsartig» gewachsen – zumal der Seeteil, der gar von einer «Verstädterung» bedroht sei. Der Hünenberger Bauchef Thomas Anderegg wohnt selbst im Seegebiet. Er hat den Brief zur Kenntnis genommen und habe darüber hinaus zum Thema Zythus-Überbauung weitere Mails erhalten.

Der CVP-Politiker zeigt sich nicht überrascht von der Kritik der Anwohner, denn er weiss, dass «Hochhäuser immer polarisieren». Anderegg ist der Ansicht, dass der Hünenberger Gemeinderat «im Vergleich mit anderen Gemeinden ein bescheidenes Wachstum» verfolge. «Hünenberg würde auch mit einer höheren Einwohnerzahl eine dörfliche Gemeinde bleiben», ist er überzeugt.

Anderegg erwähnt, dass unter Umständen keine der im Mai präsentierten Varianten auf dem Zythusareal umgesetzt werde. Es handle sich dabei lediglich um «Gedankenspiele». Der massgebende Architekturwettbewerb findet voraussichtlich im kommenden Jahr statt. «In das tatsächliche Projekt werden auch die Ideen der Bevölkerung einfliessen», versichert Anderegg, «andernfalls hätten wir sie nicht eingeladen, sich einzubringen.»

Läuft alles nach Plan, wird das konkrete Bauvorhaben im Jahr 2020 vorliegen. Dannzumal soll auch über die Zonenplanänderung abgestimmt werden: Heute liegt das in Frage kommende Gebiet in der Zone des öffentlichen Interesses.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.