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Wärmeverbund Ennetsee: Die Detailplanung der ersten Etappe läuft

Die Bauarbeiten für den Wärmeverbund Ennetsee sollen im Frühjahr 2020 starten. Das Interesse in den Gemeinden ist gross.
Rahel Hug
Für den Wärmeverbund Ennetsee wird Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen benutzt. (Bild Roger Gruetter, 29. Mai 2018)

Für den Wärmeverbund Ennetsee wird Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen benutzt. (Bild Roger Gruetter, 29. Mai 2018)

Rund um die Uhr wird in der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia im Luzernischen Perlen Abfall verbrannt. Bei diesem Vorgang entsteht Abwärme. Mit dem Wärmeverbund Ennetsee will die WWZ Energie AG diese CO2-neutral produzierte Energie nutzen. Eine Fernwärmeleitung soll die Abwärme nach Rotkreuz und in einer zweiten Etappe via Hünenberg See nach Cham transportieren.

Das Grossprojekt ist bereits weit fortgeschritten. Der Verwaltungsrat der WWZ AG habe im vergangenen August den Ausführungsentscheid gefällt, informiert Robert Watts, Leiter Kommunikation, auf Anfrage. Ebenfalls seien inzwischen die Konzessionsverträge mit den Ennetsee-Gemeinden für die Nutzung des öffentlichen Bodens unterschrieben.

Für die zweite Etappe läuft das Vorprojekt

Zum Bauprojekt sagt Watts: «Die Detailplanung der ersten Etappe, das heisst der Transportleitung von Perlen nach Rotkreuz sowie des Ortsnetzes in Rotkreuz, läuft auf Hochtouren. Wir sind hier in Vorbereitung der Baueingabe und rechnen damit, im Frühjahr 2020 mit dem Bau starten zu können.» Für die zweite Etappe laufe das Vorprojekt.

«Parallel dazu haben wir in Hünenberg und Cham mit der Kundenakquise begonnen. Den Ausbau der jeweiligen Ortsnetze werden wir an der effektiven Nachfrage ausrichten.»

Die ersten Objekte in Rotkreuz sollen ab Herbst 2021 mit Fernwärme versorgt werden. «Im Moment sind wir dabei, die Lieferverträge mit den Kunden zu finalisieren», so Watts. Im Endausbau rechnet die WWZ mit rund 400 Objekten, die insgesamt angeschlossen sein werden. «Wie die Situation aber effektiv aussieht, hängt stark von der Grösse beziehungsweise vom effektiven Wärmebedarf der angeschlossenen Objekte ab.» Ein Drittel des Gesamtabsatzes im Endausbau ist für Rotkreuz vorgesehen. In Hünenberg rechnet die WWZ mit rund 10 Prozent, in Cham mit rund 20 Prozent. Laut Robert Watts haben auch die Ennetsee-Gemeinden Interesse bekundet, ihre Gebäude anzuschliessen. Der restliche Drittel ist für das Gebiet Äussere Lorzenallmend vorgesehen, dessen Überbauung erst in Planung ist. Dereinst soll auch der Erweiterungsbau des Verwaltungsgebäudes der WWZ an der Chollerstrasse an den Wärmeverbund Ennetsee angeschlossen werden.

Die Fernwärmeleitung führt von Perlen entlang der A14 Richtung Rotkreuz-West nach Hünenberg-Bösch, von dort weiter im Bereich der Kantonsstrasse nach Hünenberg-See, Cham, zur Kreuzung Alpenblick und bis zur Äusseren Lorzenallmend.

Gut besuchte Info-Veranstaltungen

Im September fanden in Hünenberg und in Cham Info-Veranstaltungen für die Bevölkerung statt. Gemäss Robert Watts haben insgesamt rund 170 Personen teilgenommen. Die Fragen im Anschluss hätten sich unter anderem um das Thema Zukunftstauglichkeit gedreht. «Angesichts der sich verschärfenden Gesetzgebung und der notwendigen Reduktion des CO2-Ausstosses auch in unserer Region ist der Wärmeverbund Ennetsee eine nachhaltige und klimaschonende Versorgungslösung.» Ein weiterer nachhaltiger Aspekt sei die beträchtliche regionale Wertschöpfung: «Nicht nur die Energie stammt aus der Region, auch für den Bau des Wärmeverbunds setzt WWZ möglichst auf regionale Anbieter.»

Auf die Frage nach den genauen Kosten sagt der Leiter Kommunikation: «Die Investitionskosten für das Gesamtprojekt bewegen sich in einem höheren zweistelligen Millionenbereich und sind unter anderem abhängig von der effektiven Ausgestaltung der Ortsnetze und der Linienführung.»

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