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Mehr als jeder zweite Zuger Stimmberechtigte dürfte wählen gehen

Rund 30 Prozent der Wahlcouverts sind bereits in den Zuger Gemeinden eingegangen. Es werden wohl noch deutlich mehr.
Laura Sibold, Vanessa Varisco und Marco Morosoli
Am Sonntag herrscht womöglich Klarheit, ob die Zuger Bundeshausdelegation ein Männergremium bleibt. (Bild: Stefan Kaiser, 14. Oktober 2019)

Am Sonntag herrscht womöglich Klarheit, ob die Zuger Bundeshausdelegation ein Männergremium bleibt. (Bild: Stefan Kaiser, 14. Oktober 2019)

Die Spannung steigt: Am nächsten Sonntag gibt es erste Resultate, welche Zuger oder welche Zugerinnen den Kanton in den kommenden vier Jahren in Bern vertreten. Fünf Sitze stehen dem Kanton Zug insgesamt zu. Zwei Ständeräte und drei Nationalräte gilt es zu küren.

Was allenfalls da und dort die Wahllust steigern könnte, ist der Umstand, dass 2015 beide Ständeräte wie auch die drei Nationalräte sich für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung stellten. Bei den Wahlen am 20. Oktober 2019 hingegen stellen sich nur noch deren drei zur Wiederwahl.

Reto Maissen, Leiter des Gemeindebüros in Baar, schätzt, dass rund 35 bis 38 Prozent der Wahlcouverts bereits eingetroffen sind (Stand gestern): «Die letzten Umschläge kommen dann Ende der Woche herein.» Maissen erwartet eine Wahlbeteiligung in einer Bandbreite zwischen 50 bis 55 Prozent.

Die Wahlbeteiligung liegt aktuell ähnlich wie 2015

Etwas weniger hoch als in Baar ist der Rücklauf der Wahlcouverts in der Gemeinde Neuheim. Die dortige Gemeindekanzlei meldet, dass bis gestern Morgen rund 30 Prozent der Neuheimer Stimmberechtigten ihr demokratisches Wahlrecht bereits genutzt haben. Wie bei der Gemeinde Baar erwartet Neuheim bis am Wochenende noch weitere Couverts im Briefkasten. Derweil meldet Unterägeri den Eingang von 1600 grauen Umschlägen. 2015 hat Unterägeri 5364 Stimmberechtigte aufgelistet. Damit erreichen die bereits eingegangenen Willensbekundungen in dieser Gemeinde wohl auch um die 30 Prozent. In diesem Bereich bewegt sich auch die Wahlteilnahme in Menzingen. Von den insgesamt 3146 Personen mit Stimmrecht haben deren 840 ihre Wahlchance bereits genutzt. Auf eine Zahl um die 30 Prozent legt sich auch die Gemeinde Oberägeri fest. Gerne hätte die zuständige Person mit genauen Zahlen aufgewartet, aber technische Probleme haben dieses Projekt verhindert. Der Walchwiler Gemeindeschreiber René Arnold sagt, dass per gestern Montagmorgen 689 Walchwilerinnen und Walchwiler ihr Bürgerrecht bereits ausgeübt hätten. Diese Zahl mit den Stimmberechtigten in Relation gesetzt, ergibt dies eine Beteiligungskoeffizient von 33 Prozent. Der Rischer Gemeindeschreiber Ivo Krummenacher berichtet aktuell von einer Stimmbeteiligung von 25 Prozent. «Für eine deutliche höhere Wahlbeteiligung als vor vier Jahren müssten aber bereits mehr Couverts zurückgekommen sein», glaubt Krummenacher. Der Chamer Gemeindeweibel Peter Stadler geht davon aus, dass der Zuspruch wohl wieder plus/minus 48 Prozent betragen wird.

Die Zahl der Kandidaten macht das Wählen mühsam

Im Fahrwasser wie andere Gemeinden bewegt sich Hünenberg. Gemeindeschreiber Guido Wetli sagt, dass per Montag 32 Prozent der Wahlcouverts eingetroffen seien. Ob der hohe Wert von 2015 (57,7 Prozent) noch zu holen sein wird, wagt Wetli aber zu bezweifeln. Er höre zudem von vielen Einwohnern, dass dieses Jahr das Wählen mit 75 Personen auf 25 Listen mühsam sei. Wäre gestern Eingabeschluss gewesen, dann hätte die Stimmbeteiligung in Steinhausen 28 Prozent betragen. In der Stadt Zug haben aktuell 37 Prozent bereits gewählt. Laut Franco Keller, Fachbereichsleiter Projekte und Organisatorisches, liege dieser Wert unter demjenigen vor vier Jahren.

Fakt ist: 2015 hat die Wahlbeteiligung beim National- und Ständerat je rund 53 Prozent betragen. In Menzingen und in Walchwil sind damals sogar mehr als 60 Prozent wählen gegangen.

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