WAHLBETEILIGUNG: Abstimmungshilfe für Junge im Kanton Zug

Im Kanton Zug sollen mehr junge Erwachsene bei Abstimmungen und Wahlen an die Urne gehen. Der Zuger Kantonsrat hat eine Motion der CVP-Kantonsrätin Laura Dittli am Donnerstag mit 43 Ja- zu 25 Nein-Stimmen an die Regierung überwiesen.

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Ein Mann wirft ein Couvert in eine Abstimmungsurne. (Bild: Keystone)

Ein Mann wirft ein Couvert in eine Abstimmungsurne. (Bild: Keystone)

Die Stimm- und Wahlbeteiligung, speziell von jungen Erwachsenen, sei sehr tief, schreibt die jüngste Zuger Kantonsrätin in ihrer Motion. Es sei wichtig, dass sich vor allem Junge vermehrt am politischen Entscheidfindungsprozess beteiligten. «Die Sensibilisierung im Bereich der politischen Partizipation erfolgt zum grössten Teil zwischen 18 und 25 Jahren.»

Dittli fordert in ihrer Motion deshalb, eine Wahl- und Abstimmungshilfe für junge Erwachsene einzuführen und gibt als mögliches Beispiel easyvote.ch an. Beim Projekt des Dachverbandes der Schweizer Parlamente werden Abstimmungsinformationen von Jugendlichen für Jugendliche aufgearbeitet und per Twitter, Facebook oder auf easyvote.ch verbreitet.

Zudem sollen Kanton und Gemeinden weiterführende Massnahmen einführen können, um mehr junge Erwachsene an die Urne zu bringen

Die Partizipation zu fördern, sei klar Staatsaufgabe und werde bereits heute beispielsweise mit den Plakaten "Abstimmung heute" gemacht, sagte Dittli am Donnerstag im Rat. Die junge Kantonsrätin bezeichnete diese jedoch als veraltet. Der Staat müsse mit der Zeit gehen, sagte sie.

FDP und SVP lehnten eine Überweisung der Motion ab. Der Vorstoss sei "sicherlich gut gemeint", sagte SVP-Kantonsrat Jürg Messmer. Es seien aber in erster Linie die Eltern, welche ihren Kindern die Politik näher bringen sollten. Auch könne eine gewisse Selbstverantwortung von 18- bis 25-Jährigen erwartet werden. (sda)