WAHLEN: 10 Kandidaten für sieben Sitze im Kanton Zug

Im Kanton Zug werden am 5. Oktober der Regierungsrat und der Kantonsrat neu gewählt. Am Montagabend war Eingabeschluss.

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Regierungsgebäude in Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Regierungsgebäude in Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Für die Exekutive bewerben sich 10 Kandidatinnen und Kandidaten, darunter die sieben Bisherigen, wie die Staatskanzlei nach Ablauf der Anmeldefrist am Montag mitteilte. Gewählt wird die Regierung erstmals nach Majorz.

Erneut in die Zuger Regierung gewählt werden möchten Sicherheitsdirektor Beat Villiger (CVP), Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP), Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (FDP), Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann (FDP), Baudirektor Heinz Tännler (SVP), Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) und Innendirektorin Manuela Weichelt-Picard (Alternative - die Grünen).

Herausgefordert werden die Bisherigen von der SP. Sie will mit der 54-jährigen Diplomatin Christina Bürgi Dellsberger den vor 8 Jahren verlorenen Sitz in der Exekutive zurückerobern.

Die CVP schickt neben ihren beiden Bisherigen den 54-jährigen Kantonsrat Martin Pfister ins Rennen. Der Partei geht es mit dieser Kandidatur vor allem darum, ihren Parteipräsidenten für kommende Wahlen aufzubauen.

Als krasse Aussenseiterin tritt die Piratenpartei an. Sie hat den 28-jährigen Informatikingenieur Stefan Töni aus Steinhausen nominiert.

Neues Wahlsystem - weniger Kandidierende

An der Gesamterneuerungswahl beteiligen sich dieses Jahr deutlich weniger Kandidierende als vor vier Jahren. Damals hatten die Parteien 21 Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Grund für den Rückgang ist das neue Wahlverfahren.

Nach 120 Jahren werden im Kanton Zug die Regierungsratsmitglieder nicht mehr nach Proporz, sondern nach dem Majorzverfahren gewählt. Dabei spielen Persönlichkeiten eine grössere Rolle als Parteien und deren Programme.

Unter besonderen Vorzeichen stehen auch die Kantonsratswahlen, die ebenfalls am 5. Oktober durchgeführt werden. Verteilt werden die Sitze erstmals nach dem System des Doppelten Pukelsheims. Wie viele Parteien und Kandidierende sich der Wahl stellen, steht erst am 15. August definitiv fest.

Gleichzeitig mit den kantonalen Wahlen werden in den elf Zuger Gemeinden die Exekutiven neu bestellt. In der Stadt Zug stehen zudem die Wahlen in den Grossen Gemeinderat auf der Agenda. Der Wahlsonntag wird deshalb «Super Sunday» genannt.

sda

Hinweis: Die detaillierten Kandidatenlisten aus den Gemeinden entnehmen Sie den Gemeinde-Homepages.