WAHLEN 2015 - ZG SR/NR: Zuger Linke wollen ihren verlorenen Sitz zurückholen

Die Zuger Vertretung in Bern ist momentan komplett bürgerlich: CVP, FDP und SVP stellen die beiden Ständeräte und die drei Nationalräte. Diese Vormachtstellung wollen die Linken an den heutigen Wahlen brechen. Ihr Ziel: Den vor vier Jahren an die FDP verlorenen Nationalratssitz zurückerobern.

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Der Kantonsrat: Die Meinungen zu den Protagonisten des Zuger Sexskandals scheinen nun gemacht. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Kantonsrat: Die Meinungen zu den Protagonisten des Zuger Sexskandals scheinen nun gemacht. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Alternative - die Grünen (ALG), die SP und die Piratenpartei haben sich deshalb zu einem Zweckbündnis zusammengerauft. Den Sitz zurückzuholen dürfte aber schwierig werden, denn auch CVP und FDP, die in Zug seit jeher stark sind, treten gemeinsam an.

Dieser Listenverbindung verdankte der bisherige Bruno Pezzatti (FDP) schon vor vier Jahren seine Wahl - und jetzt sitzen auch noch die Grünliberalen mit im bürgerlichen Boot.

Alle drei bisherigen Nationalräte, Thomas Aeschi (SVP), Gerhard Pfister (CVP) und Bruno Pezzatti (FDP) treten erneut an. Insgesamt steigen für die drei Nationalratssitze 50 Kandidierende auf 17 Listen ins Rennen, deutlich mehr als vor vier Jahren.

Finanzdirektor Hegglin als Favorit

Bei den Ständeratswahlen wird es in diesem Jahr zu einem Wechsel kommen: Peter Bieri (CVP) tritt nach 21 Jahren nicht mehr an. Finanzdirektor Peter Hegglin wird versuchen, den CVP-Sitz zu halten. Durchsetzen muss er sich gegen Manuel Brandenberg (SVP), Barbara Gysel (SP), Andreas Lustenberger (ALG) und Stefan Thöni (Piraten).

Der zweite Zuger Ständerat, Joachim Eder (FDP), hat bereits eine Amtszeit hinter sich und stellt sich heute zur Wiederwahl. (sda)