Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WAHLEN 2018: Die Aushängeschilder wollen wieder ran

Nach der gestrigen Dreikönigskonferenz der kantonalen CVP ist klar: Ihre beiden Regierungsräte Beat Villiger und Martin Pfister kandidieren wieder. Jetzt fehlt nur noch etwas, damit die beiden CVP-Magistraten auf den Schild gehoben werden können.
Marco Morosoli
Drei Könige und vier CVP-Politiker (von links): Beat Villiger, Thomas Meierhans, Pirmin Frei und Martin Pfister im Hotel Ochsen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. Januar 2018))

Drei Könige und vier CVP-Politiker (von links): Beat Villiger, Thomas Meierhans, Pirmin Frei und Martin Pfister im Hotel Ochsen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. Januar 2018))

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Derzeit befindet sich die baye­rische CSU im ehemaligen Be­nediktinerkloster in Seeon in Klausur. Jede Regung wird minutenschnell in die weite Welt hinausposaunt. Bei der CVP des Kantons Zug geht es beschaulicher zu und her. Die Partei hat gestern zu ihrer Dreikönigskonferenz geladen. Stolz sagt der CVP-Präsident Pirmin Frei: «Wir machen das schon zum zehnten Mal.» Die Zuger CVP sei dabei ein Trendsetter, würden doch auch ihre Mutterpartei und die SP in Bern heute ebenfalls einen solchen Anlass durchführen.

An der Dreikönigskonferenz zeigt sich schnell: Die kantonale CVP hat sich aufs Wahljahr 2018 rundum erneuert. Mit Thomas Meierhans (Steinhausen) bekommt die CVP-Fraktion im Kantonsrat einen neuen Chef. Auch der Wahlkampfleiter Jean-Luc Mösch (Cham) ist ein Neuling. Auf ihn wartet bis zum «Super Sunday» am 7. Oktober 2018 viel Arbeit. Damit aber nicht genug: Die CVP-Geschäftsstelle hat mit Peter R. Hofmann einen neuen Verantwortlichen, und auch für ihre Wahlkampagne setzt die Partei nach 20 Jahren auf ein neues Pferd.

Zwei bewährte Kräfte sollen es im Regierungsrat richten

Kontinuität herrscht beim einstigen politischen Platzhirsch im Kanton hingegen bei den anstehenden Regierungsratswahlen. Gestern haben Beat Villiger (60) und Martin Pfister (54) bekannt gegeben, dass sie im Herbst ihren Sitz in der kantonalen Exekutive verteidigen wollen. Diese Absichtserklärungen kommen nicht überraschend. Die eigentliche Nomination der beiden Baarer steht jedoch aus. Diese soll an der Mitgliederversammlung am 15. März vollzogen werden. Beim heutigen Kenntnisstand handelt es sich hierbei jedoch nur noch um eine Formalie.

Für den Sicherheitsdirektor Beat Villiger wäre es die vierte, für den Gesundheitsdirektor Martin Pfister die erste volle Legislatur. Pfister ist im Januar 2016 als Ersatz von Peter Hegglin gewählt worden, welcher nunmehr im Ständerat für die CVP politisiert. Beide Magistraten zeigen sich «motiviert». Zählen ihre verschiedenen Themen auf, die sie weiter zu bewirtschaften gewillt sind. Beat Villiger zeigt dann aber überraschend die Zähne: «Bei weiteren Sparprogrammen nach den jetzt aufgegleisten will ich nicht mehr mitmachen.» Ein solches würde wohl spruchreif, wenn die geplanten Steuer­erhöhungen im Projekt «Finanzen 2019» auf der Strecke bleiben. Dann müsse gesagt werden, «was der Staat noch macht und wo er sich zurückziehen kann». In Villigers Augen «kann nicht mehr an der Sparschraube gedreht werden». Doch Villiger schlägt auch Brücken. So macht er sich für einen «kooperativen Föderalismus» stark. Martin Pfister derweil macht sich in seinem Segment für ein «schlankes und effizientes Angebot stark, das möglichst kostengünstig ist».

Nicht um den heissen Brei ­herum redet auch der CVP-Kantonalpräsident Pirmin Frei: «Wir wollen im Kantonsrat die stärkste Fraktion bleiben.» Bei den Wahlen im Jahre 2014 hat die CVP ­einen Sitz verloren und stellt derzeit 22 Kantonsräte. Frei weiss auch, dass seine Partei «eine Brückenfunktion ausübt». Aber verbiegen wolle sie sich hierbei nicht: «Wir wollen auch eigene Themen setzen.» Er lässt sich aber nicht vollends in die Karten schauen und sagt beim heissen Eisen Steuererhöhung: «Dazu haben wir noch keinen Entscheid gefällt.»

Die CVP will «volksnah politisieren»

Mit Stolz erfüllt ihn die eingeführte Schuldenbremse. Diese sei eine Idee der CVP gewesen. Frei ist sich sicher, dass dieses Instrument «zu stabilen Kantonsfinanzen führt» und «uns noch freuen wird». Wofür er nicht zu haben ist, sagt er auch klar: «Wir sind keine Partei, welche nach dem Lesen der Zeitung gleich einen Vorstoss lanciert.» Auch der «politische Basar» und «die Marktschreierei» seien bei der CVP verpönt. Doch «volksnah politisieren» will die CVP hingegen schon, wie der neue Fraktionschef Thomas Meierhans verspricht. Zuwider sind ihm «Gesetze, die nur Juristen verstehen». Die CVP wolle jedoch gemäss ihrem ersten Buchstaben eine «christliche Grundhaltung» bewahren. Ob die CVP-Rundumerneuerung verfängt, zeigt sich am 7. Oktober, am Wahltag. Pirmin Frei fürchtet sich nicht vor diesem Datum: «Wir sind gut aufgestellt.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.