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WAHLEN 2018: Urs Raschle soll Zuger Stadtpräsident werden

Die CVP nominiert ihren bisherigen Stadtrat für eine zweite Legislatur. Ausserdem soll er Stadtpräsident werden.
Zuger Stadtrat Urs Raschle: «Unser Schalter ist noch immer zu wenig vom Warteraum abgegrenzt.»

Zuger Stadtrat Urs Raschle: «Unser Schalter ist noch immer zu wenig vom Warteraum abgegrenzt.»

Die CVP der Stadt Zug nominierte gestern Urs Raschle (40) zur Wiederwahl als Stadtrat. Zudem will die Partei mit ihm auch das Stadtpräsidium erobern. Um das Amt des zurücktretenden Stadtpräsidenten Dolfi Müller (SP) bewerben sich seit gestern nun insgesamt vier Personen – Karl Kobelt (FDP), André Wicki (SVP), Vroni Straub (CSP) und nun eben Urs Raschle (CVP). Alle vier sind amtierende und zur Wiederwahl stehende Stadträte. Die Nomination Raschles für den Stadtrat und das Stadtpräsidium erfolgte einstimmig. Urs Raschle, der im Stadtrat dem Departement Soziales, Umwelt, Sicherheit vorsteht, wurde erstmals 2014 in den Stadtrat gewählt – äusserst knapp.

Othmar Keiser, ehemaliges Mitglied des Grossen Gemeinderates, der in der CVP der Stadt Zug das Ressort Personelles für die Gesamterneuerungswahlen betreut, stellte fest, dass alle im Stadtrat vertretenen bürgerlichen Parteien mit Zweierkandidaturen antreten. Keiser zeigte sich überzeugt, dass die städtische CVP mit einer Zweierkandidatur eine Abwahl Raschles riskiere. Er ersuchte die rund 30 Anwesenden, die Einerkandidatur zu unterstützen. Die Kandidatur Raschles fürs Stadtpräsidium begründete Personalchef Othmar Keiser damit, dass Raschle sich nicht mit einer letzten vierjährigen Präsidialzeit aufs politische Altenteil zurückziehen werde. Mit seinen 40 Jahren könne er signalisieren, dass er für einige Jahre zur Verfügung stellt.

Mahnende Stimmen allerdings machten hinter die Kandidatur als Stadtpräsident ein Fragezeichen. Man befürchtete, den Linksparteien Tür und Tor für einen Angriff aufs Präsidium zu öffnen, wenn sich die Bürgerlichen gegenseitig bekämpften. Bei vier Personen, die sich ums Amt bewerben, dürfte es zu einem zweiten Wahlgang kommen. «Wir rechnen uns gute Chancen aus, dass Urs Raschle Stadtpräsident wird», sagte Benny Elsener, Präsident der städtischen CVP. Raschle selber sagte zu seiner Kandidatur, dass seine Chancen intakt seien, es aber schwer werde. Das sei aber seines Erachtens kein Grund, dies nicht zu wagen. Zudem rechnet sich der Personalchef aus, dass Raschle mit dieser doppelten Kandidatur mehr Stimmen erhalten werde, was wiederum der Partei den Stadtratssitz fast auf sicher garantiere.

Der ehemalige Zuger Stadtschreiber Albert Müller rief dazu auf, sich voll und ganz für die Stadtratskandidatur Raschles einzusetzen. Raschle zeigte sich sichtlich erfreut über das Vertrauen der städtischen CVP. «Es ist für mich ein schönes Zeichen, dass die CVP der Stadt Zug so geschlossen hinter mir steht.»

Harry Ziegler

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

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