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WAHLEN: FDP und CVP machen gemeinsame Sache

Die Freisinnigen und die Christdemokraten gehen für die Nationalratswahlen eine Listenverbindung ein. Aussen vor bleibt die SVP. Über die Gründe für diesen Entscheid schweigt man sich aus.
Er muss sich allein auf seine Partei verlassen: Thomas Aeschi. (links) Ihre Parteien spannen zusammen: Gerhard Pfister (links) und Bruno Pezzatti (rechts). (Bild: Stefan Kaiser)

Er muss sich allein auf seine Partei verlassen: Thomas Aeschi. (links) Ihre Parteien spannen zusammen: Gerhard Pfister (links) und Bruno Pezzatti (rechts). (Bild: Stefan Kaiser)

Samantha Taylor

«Never change a winning Team»: So lautet ein englisches Sprichwort, das besagt, dass man an einer Gewinnermannschaft nichts ändern sollte. Diesen Ausspruch scheinen sich die Vertreter der bürgerlichen Parteien – konkret der CVP und der FDP – zu Herzen genommen zu haben. Denn gestern teilten die Parteileitungen der Freisinnigen und der Christdemokraten mit, dass man bei den Nationalratswahlen eine Listenverbindung eingehen werde. Bei den Ständeratswahlen will man sich gegenseitig unterstützen. Die SVP hingegen marschiert alleine. Auch das war vor vier Jahren schon so. Das Konzept war erfolgreich. Immerhin haben die drei bürgerlichen Parteien mit Thomas Aeschi (SVP), Bruno Pezzatti (FDP) und Gerhard Pfister (CVP) im Nationalrat vor vier Jahren drei Sitze geholt. Auf Kosten der Linken. Alle drei treten als Spitzenkandidaten ihrer Parteien wieder an. Wer sonst noch auf den Listen steht, hat erst die FDP definiert. CVP und SVP nominieren in den nächsten Wochen.

Grosse Zurückhaltung

Es war aber nicht allein der Erfolg bei den letzten Wahlen, der wieder zu dieser Listenverbindung zwischen CVP und FDP geführt hat. Denn: «Für uns wäre auch eine Verbindung mit der CVP und der SVP denkbar gewesen», sagt FDP-Präsident Jürg Strub. Man habe mit der SVP intensive Gespräche geführt. Dass sie am Ende doch nicht ins Boot geholt wurde, dafür will der FDP-Parteipräsident keine expliziten Gründe nennen – und verweist an den Listenpartner. CVP-Präsident Martin Pfister hält sich mit Kommentaren zu dieser Entscheidungsfindung ebenfalls zurück. «Wir sind gemeinsam zu diesem Entschluss gekommen. Und wir sind zuversichtlich, dass das eine gute Lösung ist.» Allerdings ist es kein Geheimnis, dass vor allem zwischen der CVP und der SVP ein politischer Graben besteht. Zwischen den Zeilen bestätigt dies auch SVP-Präsident Thomas Aeschi. «Wir haben einzig mit der FDP Gespräche geführt. Wir hätten uns verschiedene Varianten für Listenverbindungen vorstellen können, nehmen aber zur Kenntnis, dass seitens der Mitteparteien kein Bedarf besteht.» Dass die Schweizerische Volkspartei nun alleine in den Nationalratswahlkampf steigt, bereitet Aeschi keine Sorgen. Im Gegenteil: «Das war schon bei den letzten Wahlen so, und wir haben hervorragende Resultate erzielt. Für uns ist das ein Zeichen von Stärke.»

Seitens der Linken zeigt man sich wenig überrascht, hinterfragt die Listenverbindung jedoch kritisch. «Die Christdemokraten setzen mit dieser Listenverbindung mit der FDP ihren Rechtskurs fort», sagt SP-Präsidentin Barbara Gysel. Diese Nähe zu Rechts habe vor Jahren schon zur Abspaltung der CSP von der CVP geführt.

«Erst die Wahlen im Herbst»

Neben der Ankündigung der Listenverbindung erwähnen CVP und FDP weiter, dass auch die Frage der Vakanz im Regierungsrat, die durch eine allfällige Wahl des derzeitigen Finanzdirektors Peter Hegglin in den Ständerat entstehen könnte, diskutiert wurde. Dabei gibt man sich betont einig und erklärt, dass der frei werdende Sitz wieder der CVP zustünde. Gerüchte, dass man seitens der FDP mit einer möglichen Kandidatur von CVP-Parteipräsident Martin Pfister nicht einverstanden sei, lässt man unkommentiert. «Wir konzentrieren uns auf die Wahlen vom Herbst», lässt sich Strub einzig entlocken.

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