WAHLEN: In Baar könnte es eng werden

Eine weitere Stimmrechtsbeschwerde ist eingegangen. Sie betrifft die Ergebnisse der Baarer Gemeinderatswahlen.

Charly Keiser
Drucken
Teilen
Oliver Wandfluh, nicht wiedergewählter Gemeinderat der SVP, ist möglicher Nutzniesser der Beschwerde. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Oliver Wandfluh, nicht wiedergewählter Gemeinderat der SVP, ist möglicher Nutzniesser der Beschwerde. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Gestern bestätigte die Zuger Regierung den Eingang einer Stimmrechtsbeschwerde. «Zu laufenden Verfahren erteilt Regierungsrat grundsätzlich keine Auskünfte», blockt die Exekutive die Frage nach dem Beschwerdeführer aber ab. Auch der Baarer Gemeinderat bestätigt den Eingang der Beschwerde. Diese liege dem Rat vor. Betreffend Inhalt und Begründung will sich auch der Gemeinderat nicht äussern. Er verrät lediglich: «Die Beschwerde wurde von einer Baarer Einzelperson eingereicht.»

Möglicher Nutzniesser der Stimmrechtsbeschwerde könnte wohl nur Oliver Wandfluh (SVP) sein. Denn der Nochgemeinderat und Sicherheitschef ist bekanntlich abgewählt worden und muss zum Jahreswechsel seinen Gemeinderatsstuhl räumen. Der 45-Jährige erreichte zwar das absolute Mehr, schied aber als achter und damit als Überzähliger aus.

Grund für diese Annahme gibt die Tatsache, dass auch in Baar von vielen Wählern der gleiche Fehler wie bei den Regierungsratswahlen gemacht worden ist. Viele legten auch hier versehentlich anstelle des Wahlzettels ein Beiblatt mit Wahlvorschlägen ein, wobei auch in Baar ausgerechnet die sieben Bisherigen auf dem Blatt standen. Die meisten der 325 in Baar ungültig erklärten Stimmen fussen auf diesem Missverständnis.