WAHLEN: Peter Bieri tritt 2015 nicht mehr an

Der Zuger CVP-Ständerat Peter Bieri (62) verzichtet bei den Wahlen 2015 auf eine erneute Kandidatur. Nachfolger stehen bereits in den Startlöchern.

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Peter Bieri im Ständerat. (Bild: Keystone)

Peter Bieri im Ständerat. (Bild: Keystone)

Der 62-jährige Peter Bieri will nach 21 Jahren einer jüngeren Person die Möglichkeit bieten, wie die CVP in einer Mitteilung schreibt. Mit Bieri trete im nächsten Jahr ein Standesvertreter zurück, der «unaufgeregt und stets sachlich» tragfähige Lösungen ins Zentrum seiner Politik gerückt habe. Er habe es verstanden, über die Parteigrenzen hinaus Brücken zu bauen und sich dank Dossierkenntnis, seiner Vielseitigkeit und seiner Offenheit Respekt im Ständerat zu verschaffen.

Der promovierte Ingenieur Agronom aus Hünenberg war im Dezember 1994 als Nachfolger von Markus Kündig in den Ständerat gewählt worden. Vor seiner Wahl als Standesvertreter war er während acht Jahren Gemeinderat in Hünenberg.

2007 wurde Bieri zum Ständeratspräsidenten gewählt. An der Feier bezeichnete ihn der damalige Bundesrat Pascal Couchepin als «offene, hohe Anforderungen stellende, jedoch nie destruktive Persönlichkeit». Er verstehe es wie kein anderer, mit seinem Wissen und seinem Charme jeweils eine Ambiance zu schaffen, die zu guten Lösungen führe.

Während den fünf Legislaturperioden präsidierte Bieri jeweils für zwei Jahre die Geschäftsprüfungskommission, die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen sowie die Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturkommission. Zudem gehörte er der Finanz- und der sicherheitspolitischen Kommission an.

Nachfolger in den Startlöchern

Dass Bieri im Herbst 2015 nicht mehr antreten würde, war schon seit längerem erwartet worden. Als aussichtsreicher Nachfolger von Peter Bieri gilt Regierungsrat Peter Hegglin. Der Finanzdirektor hatte bei den Regierungsratswahlen das beste Ergebnis erzielt. Ob Hegglin antritt, ist offen. «Entscheiden will ich mich
erst im nächsten Frühling», wie Hegglin nach dem 5. Oktober gegenüber der Neuen Zuger Zeitung sagte.

Mit Blick auf die Wachtablösung im Ständerrat hatte die CVP bereits vorgespurt und neben ihren beiden bisherigen Regierungsmitgliedern auch Parteipräsident Martin Pfister ins Rennen geschickt. Der 54-jährige Kantonsrat übertraf gar das absolute Mehr, schied jedoch als Überzähliger aus. Für die SVP könnte Baudirektor Heinz Tännler ins Rennen um einen Ständeratssitz steigen.

sda/rem