WAHLEN: Vroni Staub: «Mehr Schulraum für Zug West»

Vroni Straub von der CSP kandidiert wieder als Stadträtin

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Vroni Staub kandidiert für ihre zweite Legislatur. (Archivbild Werner Schelbert / Neue ZZ)

Vroni Staub kandidiert für ihre zweite Legislatur. (Archivbild Werner Schelbert / Neue ZZ)

ft. Vroni Straub ist seit 2011 Stadträtin und steht dem Bildungsdepartement vor. Sie kandidiert für ihre zweite Legislatur.

Vroni Straub, vorausgesetzt Sie werden wieder gewählt: Welche drei Ziele haben Sie sich für die neue Legislatur gesetzt?

Vroni Straub: Mein Hauptziel wird sein, das Bildungsdepartement und insbesondere die Stadtschulen weiterhin erfolgreich in die Zukunft zu führen. Ich will dabei zusammen mit und für die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung und alle, die sich für das Wohl und den Lernerfolg unserer Schülerinnen und Schüler einsetzen, optimale Rahmenbedingungen schaffen. Zweitens: Zug West benötigt dringend die geplante Schulraumerweiterung. Wir brauchen mehr Schulraum – aber keine Schulhäuser mit goldenen Türgriffen. Wir brauchen flexiblen und zukunftsfähigen Schulraum. Ich kümmere mich darum, dass in Zug West neben dem benötigten Schulraum auch eine Mehrzweckhalle für das Quartier geschaffen wird und genügend Räumlichkeiten für die Vereine bereitgestellt werden. Drittens: Gemeinsam mit dem Gesamtstadtrat ist es mein Ziel, Zug als lebendige und lebenswerte Stadt mit einer breit durchmischten Bevölkerung und bezahlbarem Wohnraum für alle zu erhalten.

Ein bürgerliches Komitee setzt sich für einen bürgerlich dominierten Stadtrat ein. Braucht es aus Ihrer Sicht diesen Wechsel?

Straub: Nein, der Stadtrat ist ein der Sache verpflichtetes Regierungs- und Vollzugsorgan und kein Parteigremium. BS14 konnte bisher nicht konkret begründen, weshalb dieser Wechsel zur bürgerlichen Monokultur notwendig sein soll. In meinen Augen ist es wichtig, dass wiederum mindestens eine – besser wären zwei – Frauen im Stadtrat vertreten sind. Frauen sehen manches anders. 43 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts einen Zuger Stadtrat ohne Frauen – das will ich mir nicht vorstellen.

Die Stadt Zug steckt finanziell in einem strukturellen Defizit. Sind Sie dafür, dass aus diesem Grund die Steuern erhöht werden?

Straub: Eine zukunftsfähige und für die gesamte Bevölkerung akzeptable Finanzpolitik für die Stadt Zug beruht auf drei Pfeilern: sparsamer Umgang mit den vorhandenen Mitteln, Reduktion des ZFA auf ein faires Mass und als Ultima Ratio – wenn die beiden ersten Punkte nicht genügen – wird eine moderate Steuererhöhung mehrheitsfähig sein. Und dann ist das strukturelle Defizit weg.

Im Frühling 2015 stimmen die Zuger über den Bau des Stadttunnels ab. Sind Sie für oder gegen dieses Projekt?

Straub: Ich setze mich für eine autofreie Innenstadt ein. Der Stadttunnel bietet dafür die Chance. Doch bei der Finanzierung und der definitiven Ausgestaltung der Innenstadt gibt es noch entscheidende Fragen, die zu klären sind. Als sachorientierter Mensch will ich mein abschliessendes Urteil erst fällen, wenn wir wissen, worüber wir abstimmen. Und das wird frühestens Mitte 2015 sein.

Persönlich

Vroni Straub-Müller (51) ist in Zug geboren und aufgewachsen. Sie ist verheiratet. 2006 wurde sie in den Grossen Gemeinderat und in den Kantonsrat (sie hat sich der Fraktion der Alternativen angeschlossen) gewählt. Seit 2011 ist sie Stadträtin und führt das Bildungsdepartement.