WALCHWIL: Der FC wünscht sich etwas Grünes

Drei Jahre mussten die Walchwiler auf diesen Umzug warten. Es hat sich gelohnt.

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Der FC Walchwil spielt am Fasnachtsumzug auf einem mitgeschleiften Rasenteppich. (Bild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

Der FC Walchwil spielt am Fasnachtsumzug auf einem mitgeschleiften Rasenteppich. (Bild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

Pünktlich um 14 Uhr kam der Knall. Petrus hatte ein Einsehen und liess von Schnee und Regen ab. Ganz Walchwil war auf den Beinen, um den Fasnachtsumzug zu bestaunen. Denn der findet schliesslich nicht alle Jahre statt, leider, wie einige bemerkten. Doch andere wiederum schätzen es, dass sie nur alle drei Jahre in den Genuss des Umzuges kommen. Somit wird daraus etwas ganz Besonderes, getreu nach dem Motto «Gut Ding will Weile haben»!

Parkplätze und Formel 1
Die Themen der 27 Umzugsnummern waren vielseitig und drehen sich fast immer um lokale Geschichten, wie die vom FC, der noch einen Fussballplatz sucht. Ein Thema, witzig umgesetzt, sind die neu eingeführten Parkuhren. Diese haben die Gemüter bewegt, sie wurden aufgestellt, weil gewiefte aussergemeindliche Anwohner ihre Fahrzeuge über die Ferienzeit auf die Gratisparkplätze in Walchwil gestellt haben, was wiederum die Gemeindeverwaltung erzürnte. Der Medienrummel um Sebastian Vettel, auch dies ein Thema des Atemschutz-Korps der Freiwilligen Feuerwehr Walchwil. Franziska Hürlimann, die seit über 50 Jahren den Umzug besucht meint: «Wir sind Hiesige, also gehen wir auch an den Umzug hier. Am meisten schätzen wir, dass die Themen mit unserem Dorf verbunden sind. Das, was das Jahr durch die Dorfgemeinschaft beschäftigt hat, sieht man hier in den bunten Wagen umgesetzt.» Nie möchte sie den Umzug missen.

Spricht man mit den Besuchern, dann hört man durchs Band nur Positives zu ihrem heiss geliebten Fasnachtsumzug. Sogar Arther kommen alle drei Jahre her, um sich das Spektakel anzusehen. Es sind aber auch Zugezogene, die den Umzug schätzen, man hört auch Englisch sprechende Besucher, die den Schweizer Brauch schätzen gelernt haben. Konfetti fliegen in alle Richtungen, Appenzeller und Glühwein werden ausgeschenkt, die Stimmung ist gut!

Hudiväter verteilen Orangen
Orangen und Feuersteine regnet es vom Wagen Nummer 10 herab, geworfen von Hudivater Vitus Hürlimann und Vize Martin Rust mit den Hudimüttern. Natürlich gibt es auch nächstes Jahr eine Fasnacht, mit Bällen und Strassenfasnacht, aber leider nicht mit einem Umzug, der wird erst wieder 2012 durchs Dorf ziehen. Die Walchwiler sind Warten gewohnt, und wie betont wird, steigert es nur die Vorfreude.

Monica Pfändler-Maggi