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WALCHWIL: Die Hudiväter sorgen für Gesprächsstoff

Der «Cheschtänä Igel» kommt heuer mit Glitzer daher. Wie immer ist erstaunlich, was dem Redaktor des Blattes alles zu Ohren kommt.

Die Walchwiler Fasnachtspostille «Cheschtänä Igel» erscheint bereits seit 1906. Seit mehr als 20 Jahren ist Vitus Hürlimann für die Redaktion verantwortlich. Im 12-seitigen Werk in Reimform erscheint sein Name aber nicht. Er hält sich so bedeckt, wie die Personen, welche den Stoff für die 55 Geschichten aus der Gemeinde lieferten.

Ein Geheimnis gemacht wird auch über die Auflage des «Cheschtänä Igels». Nur gut, dass die Obrigkeit nicht darüber wacht. «Medä gnueg» in einer Zahl auszuformulieren dürfte nämlich gar nicht so einfach sein.

Prominent ist der Mann, auf den die Episode «Königliches» gemünzt ist. Es handelt sich wohl um den Gemeindepräsidenten Tobias Hürlimann. Dieser wurde kürzlich von dieser Zeitung zum «Dorfkönig» erhoben. Jetzt sind von ihm in der Walchwiler Fasnachtspostille die folgenden Reime zu lesen: «Vom Stande Zug eine Vogtei, war einst die schöne Walachei. Später, das ist uns jetzt gleich, war Walchwil ein Kaiserreich. Heute regiert, und das nicht wenig, in Walchwil ein grosser König. An ihm führt kein Weg vorbei, er ist der Guru der Bastei.»

Viel Präsenz erhalten auch die beiden Hudiväter, die sinnigerweise beide Beat Hürlimann heissen. Beschrieben ist zum Beispiel eine Fahrt des einen «Beätles» vom Grümpelturnier des FC Walchwil. Er musste sein Auto stehen lassen, weil er es in den Dreck gesetzt hatte. Vom anderen «Beätle» ist zu lesen, dass er einmal frühmorgens mit seinem schnittigen Töff abfahren wollte. Es dann aber bleiben lassen musste. Der Grund: Es war kein Benzin mehr im Tank. Dadurch kam ein Nachbar wenigstens mal zu einer ruhigen Nacht.

Folgenschwere Verwechslung

Weiter ist im «Cheschtänä Igel» zu lesen, dass Peter Rust zusammen mit einem Kollegen nach Rom fahren wollte, um einen Schweizergardisten abzuholen. Diese Fahrt habe sich als ziemlich schwierig gestaltet. Die beiden Romfahrer sahen das Navigationsgerät als die Ursache für das Zickzackfahren nach Rom. «Es weist und rechts, vermaledeit, wenn keine Kreuzung ist weit und breit. Dann wieder links und allerlei, wenn die Strasse ist schon vorbei.» Der Ratschlag des «Igels»: «Ihr zwei Walchwiler, seid ihr dumm? Stellt von Yard auf Meter um.»

Ebenfalls zu Ehren kommt das Klausjagen, welches im vergangenen Jahr zu einem zweimaligen Auftritt der Zuger Polizei im Dorf führte. Wie immer hat der «Igel» Ratschläge an den Anrufer, die Zuger Polizei und die Klausjäger auf Lager. So solle die Polizei doch an diesem Tage zu Hause bleiben. Das gleiche gälte an der Fasnacht, «dann geniesst man doch den Brauch».

Zu vielen der Geschichten dürften nur Walchwiler, die im Dorf über ein gutes Netzwerk verfügen, die richtigen Namen auf Anhieb nennen können. Eine Lektüre des «Cheschtänä Igels» lohnt aber alleweil. Eigentlich nur schade, dass einige der Geschichten es nicht früher in die gedruckte Presse finden.

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