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WALCHWIL: Edelkastanien von Schädlingen bedroht

Die Edelkastanien-Gallwespe breitet sich in der Schweiz immer mehr aus. Betroffen vom Baumschädling ist auch die «Walchwiler Riviera», wo an sonnenexponierten Hängen viele Edelkastanien wachsen. Es wird mit grossen Einbussen bei der nächsten Ernte gerechnet.
Bereits abgestorbene oder sehr schütter belaubte Edelkastanien im Walchwiler Wald deuten auf Schädlingsbefall hin. (Bild: PD)

Bereits abgestorbene oder sehr schütter belaubte Edelkastanien im Walchwiler Wald deuten auf Schädlingsbefall hin. (Bild: PD)

Die Edelkastanien leidet seit geraumer Zeit unter der aus China stammenden Edelkastanien-Gallwespe. Der Schädling ist seit 2007 in der Schweiz und seit 2009 auch in Walchwil präsent, wie die Direktion des Innern am Montag mitteilte. Die bis drei Millimeter grossen Weibchen legen im Sommer bis zu hundert Eier in die neugebildeten Knospen. So wird eine normale Gewebeentwicklung verhindert und im Extremfall das Absterben ganzer Astpartien bewirkt. «Wir gehen davon aus, dass im Herbst in Walchwil die Ernte der Edelkastanien massiv reduziert sein wird», so Martin Ziegler vom Amt für Wald und Wild des Kantons Zug.

Kastanienrinden-Krebs erschwert Situation

Erschwert wird die Situation durch eine weitere Krankheit, die den Kastanienbäumen in Walchwil und anderswo seit nunmehr 20 Jahren zu schaffen macht: der Kastanienrinden-Krebs. Dabei handelt es sich um einen Pilz, der die Rinde der Stämme und Äste befällt und dessen Sporen sich durch Regenspritzer, Insekten, Schnecken oder Vögel verbreiten. Welke Blätter während der Vegetationszeit oder braune, hängende Blätter im Winter sind ein typisches, von weitem sichtbares Verdachtssymptom für den Kastanienrinden-Krebs.

Keine erfolgreichen Massnahmen zur Bekämpfung

Derzeit gibt es trotz Massnahmen von Bund, Kantonen, Gemeinden und Korporationen weder eine erfolgreiche Bekämpfung der Edelkastanien-Gallwespe noch des Kastanienrinden-Krebses. Neuste Erkenntnisse der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) würden sogar den Schluss nahelegen, dass der Gallwespenbefall die Ausbreitung des Rindenkrebses begünstigt, heisst es in der Mitteilung weiter. Zum Schutz befallsfreier Gebiete sei es darum umso wichtiger, dass keine Edelkastanien aus Walchwil ausgeführt werden. Zudem wird wegen der grossen Ansteckungsgefahr durch Krebs und Wespe empfohlen, bis auf weiteres auf Neupflanzungen von Edelkastanien in der Gemeinde Walchwil zu verzichten.

pd/zim

Gallen der Kastaniengallwespe verursachen Missbildungen an Blättern und Fruchtständen. (Bild: PD)

Gallen der Kastaniengallwespe verursachen Missbildungen an Blättern und Fruchtständen. (Bild: PD)

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