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WALCHWIL: Geschwindigkeit drosseln!

An der Kantonsstrasse dem See entlang gibt es eine verlängerte Tempo-50-Zone weil das Dorf in den letzten Jahren gewachsen ist.
Hier, von Zug in Richtung Arth, gilt seit März statt Tempo 60 nur noch Tempo 50. (Bild Werner Schelbert)

Hier, von Zug in Richtung Arth, gilt seit März statt Tempo 60 nur noch Tempo 50. (Bild Werner Schelbert)

luc müller

Runter vom Gas. Und nochmals ein Blick auf die Geschwindigkeitstafel. Tempo 50 beim Ortseingang von Walchwil von Zug her kommend hier war doch sonst immer Tempo 60 als Höchstgeschwindigkeit ausgeschildert? Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier – und Autofahrer, die täglich dieselbe Strecke fahren, sind besonders anfällig, Neuerungen nicht sofort zu erkennen. «Von der Bevölkerung her ist immer wieder der Wunsch an den Gemeinderat herangetragen worden, dass die Geschwindigkeit reduziert werden soll. Vor allem im Bereich der Badi Walchwil wünschten sich viele Einwohner mehr Sicherheit», informiert die Walchwiler Sicherheitschefin Eveline Bräm auf Anfrage.

«Wir haben viele positive Reaktionen auf die neue Signalisation erhalten», berichtet Eveline Bräm. Seit März gilt in Walchwil auf der Kantonsstrasse, die dem Zugersee entlangführt, eine neue Höchstgeschwindigkeit: Statt bisher 60 sind nur noch 50 km/h erlaubt.

Neue Wohnbauten

Konkret hat der Walchwiler Gemeinderat im November 2014 bei der zuständigen Sicherheitsdirektion (SD) beantragt, auf der Kantonsstrasse 25 (Arther- und Zugerstrasse), die Signalisation «Höchstgeschwindigkeit 50 generell» von Zug her in Fahrtrichtung Arth bis zur Ortsgrenze Walchwil und in Fahrtrichtung Zug bis Höhe Grafstatt auszudehnen.

«Die Sicherheitsdirektion prüfte mit Vertretern der Gemeinde Walchwil, dem Tiefbauamt und der Zuger Polizei die Situation», erklärt Marcel Tobler, Kommunikationsverantwortlicher der SD. «Die beantragte Änderung wurde von den Behörden als rechtmässig und gerechtfertigt eingestuft.» Denn: Die Siedlungsgrenzen hätten sich in den vergangenen Jahren in Walchwil verändert. Vor allem zwischen Grafstatt und Chilematt sowie Seefeld und St. Adrian wurden viele neue Wohnbauten erstellt.

Rund 550 Meter

«Die Signaltafeln wurden dann in Absprache mit dem Tiefbauamt, der Abteilung Strassenunterhalt, verschoben», berichtet Marcel Tobler. In Richtung Zug wurde die Signaltafel rund 550 Meter bis zur Ortseinfahrt versetzt, in Fahrtrichtung Arth um rund 350 Meter. Gleichzeitig wurde die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h aufgehoben, die vorher in Richtung Zug auf der Höhe Chlimattli und in Richtung Arth auf Höhe Rossblatten stand.

Gemäss Signalisationsverordnung wird der Beginn der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h dort angezeigt, wo die dichte Überbauung auf einer der beiden Strassenseiten beginnt. Signalisationen werden auf Kantonsstrassen nach Anhörung der Baudirektion und der betroffenen Gemeinde von der Sicherheitsdirektion erlassen. Auf Gemeindestrassen kann dies der Gemeinderat beschliessen.

Auch in Oberägeri

Im Kanton Zug gab es nach Information von Marcel Tobler im März 2014 eine vergleichbare Verkehrsanordnung. In Oberägeri wurde die «Höchstgeschwindigkeit 50 generell» um rund 360 Meter in Richtung Morgarten versetzt.

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