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WALCHWIL: Lokalbezug soll Lokal beflügeln

Am 2. Februar eröffnet das gemeindeeigene Café Riviera auf dem Dorfplatz neu. Stefan Enzler und Marco Zimmermann bauen auf ihre Herkunft. Viel ändern wird sich auf den ersten Blick aber nicht.
Raphael Biermayr
Stefan Enzler (links) und Marco Zimmermann freuen sich auf den Kaffee der neuen Maschine. (Bild: Stefan Kaiser (23. Januar 2018))

Stefan Enzler (links) und Marco Zimmermann freuen sich auf den Kaffee der neuen Maschine. (Bild: Stefan Kaiser (23. Januar 2018))

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Dem Zufall soll nichts überlassen werden im Riviera Café – schon gar nicht die Wahl des ersten «Monatsbiers». Dazu später mehr. Stefan Enzler und Marco Zimmermann sitzen an einem der wenigen freien Tische im Lokal auf dem Walchwiler Dorfplatz. Die anderen sind nicht etwa von Menschen besetzt, sondern von Kisten, Kleidern und Karsumpel.

Das gemeindeeigene Lokal erlebt gerade eine Neuausrichtung. Mal wieder, ist man geneigt zu sagen, obwohl es erst seit drei Jahren existiert. Es hat bislang keine Erfolgsgeschichte erzählt. Der erste Pächter meldete im Frühjahr 2017 Konkurs an, das Altersheim Mütschi sprang während der letzten Monate ein. Und nun sollen also die beiden 26-jährigen Enzler und Zimmermann langfristig für Umsatz und Ruhe sorgen. Ihr Erfolgsrezept lautet «Lokalbezug». Beide sind sie in Walchwil aufgewachsen, Zimmermann ist noch immer «Biber»-Leiter in der Pfadi.

Für das Heimatgefühl sollen nicht nur die Pächter sorgen, sondern auch die Produkte: Unter anderen wird es Käse vom Walchwilerberg, Eier vom Hof von Enzlers Eltern sowie Brot aus Arth geben. Und für die Fischknusperli auf der Karte wird der Berufsfischer Theo Zimmermann besorgt sein – Marcos Vater. «Wir werden vermutlich gute Konditionen im Einkauf aushandeln können», sagt dieser grinsend. Gescherzt wird während des Gesprächs ohnehin viel, auch wenn der Eröffnungstag am 2. Februar nicht mehr weit entfernt und die Arbeit bis dahin gross ist. Die Unbekümmertheit der Jugendfreunde, die eine WG in Steinhausen bewohnen, dürfte auf dem grossen Zuspruch fussen. Ihre Bewerbung um das Lokal sei nämlich nicht nur von grosser Sympathie im Dorf getragen – «wir sind von Eltern und Freunden richtiggehend dazu genötigt worden», sagt Zimmermann scherzhaft. Er ist der Beredtere der beiden, Enzler verkörpert den Typ Chrampfer.

Die gelernten Köche werden nicht zum ersten Mal zusammenarbeiten. Sie bauten neben ihren vergangenen 100-Prozent-Jobs in der Gastronomie ein Cateringunternehmen auf, das weiterhin bestehen soll und auf dessen Namen der dreijährige Pachtvertrag in Walchwil läuft.

Bekanntes Konzept – bekannte Ausstattung

Das Augenmerk liegt in den kommenden Wochen und Monaten aber auf dem Riviera Café. Zimmermann und Enzler werden vorderhand niemanden anstellen, sondern wollen selbst in Erscheinung treten. Das Konzept ist dem Lokal entsprechend einfach gehalten und aus der Vergangenheit bekannt: Ein Mittagsmenü ist im Angebot, am Abend soll es kalte Platten und dergleichen geben. Und zum Zvieri lockt der schnelle Kaffee dank einer neuen Maschine, die vier Tassen gleichzeitig befüllen kann. An der Raumgestaltung wird nicht viel verändert.

Bleibt die Frage, ob wirklich genug Kunden kommen, zumal das Image wegen der erwähnten Schwierigkeiten und den wechselnden Öffnungszeiten gelitten hat. «Wir hoffen, dass Walchwiler bei Walchwilern einkehren», sagt Stefan Enzler. Was die Betonung des Lokalkolorits anbelangt, ziehen sie jedenfalls alle Register: Das erste «Monatsbier» wird zwar in Zürich hergestellt – es heisst aber «Hürlimann».

Hinweis
Öffnungszeiten: Montag von 8 bis 17 Uhr, Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 23 Uhr, Freitag von 8 bis 24 Uhr, Samstag von 8 bis 16 Uhr. An der Fasnacht am 10. Februar findet ein Maskenball statt, wo auch der vom TV bekannte Chlefeler «Dä Nötzli mit dä Chlötzli» auftreten wird.

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