WALCHWIL: Nach Todesfall: Ersatzwahl muss stattfinden

Walchwils Gemeinderat Peter Roth ist jüngst auf ungeklärte Weise im Zugersee ums Leben gekommen. Das Obduktionsergebnis steht noch nicht fest. Es gibt aber noch ein weiteres Problem.

Wolfgang Holz
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An dieser Stelle am Zugerseeufer ist Peter Roth wahrscheinlich ins Wasser gestürzt. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

An dieser Stelle am Zugerseeufer ist Peter Roth wahrscheinlich ins Wasser gestürzt. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Infolge des Tods von Peter Roth entsteht im Walchwiler Gemeinderat eine Vakanz. Diese Situation scheint zwar im Augenblick noch alles andere als relevant. Doch die Gemeinderäte haben sich trotzdem bereits getroffen, um sich auf eine Nachfolgeregelung für den verstorbenen Schulpräsidenten zu verständigen.

Denn der Todesfall ihres 45-jährigen, parteiunabhängigen Ratskollegen sorgt für einen Präzedenzfall: Zum ersten Mal nämlich muss eine Einwohnergemeinde im Kanton Zug einen frei gewordenen Amtssitz unter dem neuen Majorz-Wahlsystem wiederbesetzt werden. Und das bedeutet: Es kann nicht einfach ein Nachrücker bestimmt werden, sondern es muss laut Wahlgesetz eine Ersatzwahl stattfinden. Das Majorz-Wahlssytem für gemeindliche Exekutiven gilt im Kanton Zug seit dem 15. Juni 2013 – seit dem Inkrafttreten der Initiative eben. Möglicherweise kommt es zu einer stillen Wahl – aus Gründen der Pietät und aus Gründen der Gesamterneuerungswahlen im Oktober.