WALCHWIL: Obduktion soll wichtige Frage klären

Warum fuhr am Sonntag ein älterer Lenker auf offener Strecke frontal in den Linienbus? Nach dem tödlichen Unfall tappt die Polizei noch im Dunkeln.

Silvan Meier
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Für den Fahrer des Unfallautos kam jede Hilfe zu spät. Seine Frau überlebte schwer verletzt. (Bild: Zuger Polizei)

Für den Fahrer des Unfallautos kam jede Hilfe zu spät. Seine Frau überlebte schwer verletzt. (Bild: Zuger Polizei)

Die Stelle ist übersichtlich, die leichte Rechtskurve ungefährlich. Trotzdem kam es nahe Lothenbach am Sonntagnachmittag zu einer heftigen Frontalkollision, die einem 82-Jährigen das Leben kostete. Die Vermutung liegt angesichts dieser Tatsachen nahe, dass ein medizinisches Problem beim Unfallfahrer Ursache des Unfalls gewesen sein könnte. War es eine plötzliche Ohnmacht? Ein Herzinfarkt? Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, will den Verdacht nicht bestätigen. «Wir können dazu noch nichts sagen.» Die Polizei habe die Leiche aber ans Institut für Rechtsmedizin an der Universität Zürich überwiesen. «Eine Obduktion soll Klarheit bringen, ob ein gesundheitliches Problem vorgelegen hat», so Schlatter

Auch über den Gesundheitszustand der Ehefrau des Opfers hat Schlatter keine Neuigkeiten. Die 80-Jährige hat den Unfall schwer verletzt überlebt und wurde mit der Rega ins Kantonsspital Luzern transportiert. Ebenfalls verletzt wurde bei der Frontalkollision eine Buspassagierin. Für deren Gesundheitszustand interessieren sich auch die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB), wie Mediensprecherin Gabriela Kaufmann bestätigt. «Wir haben die Polizei um Namen und Adressen der Fahrgäste gebeten», sagt sie. Aus Datenschutzgründen erhalte das Unternehmen diese nicht. Gibt die betroffene Passagierin die Einwilligung, wollen sich die ZVB aber mit ihr in Verbindung setzen.