WALCHWIL: Sprayaktion sorgt für Unmut

Mit einer Aktion haben die Werkhofmitarbeiter auf Hundehaufen aufmerksam gemacht – der Gemeinderat schritt ein.

Luc Müller
Drucken
Teilen
Walchwils Werkhofchef Franz Hürlimann demonstriert nochmals, wie er die Hundehaufen markiert hat. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Walchwils Werkhofchef Franz Hürlimann demonstriert nochmals, wie er die Hundehaufen markiert hat. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das Bild war eindrücklich: Anfang Januar kreisten Mitarbeiter des Walchwiler Werkhofes vor allem im Dorfgebiet Hundehaufen mit rosafarbigem Spray ein, wie Walchwiler nun unserer Zeitung berichteten. Die Gemeinde hatte nicht offiziell darüber informiert. Grund: Der Werkhof hat eigenmächtig gehandelt, ohne den Gemeinderat zu informieren, wie Recherchen nun gestern gezeigt haben. «Ich musste später beim zuständigen Gemeinderat antraben», so Franz Hürlimann, Chef des Walchwiler Werkhofs. Er habe wegen der Aktion eine Abmahnung erhalten.

«Mitten im Dorf sind immer häufiger Hundehaufen zu sehen», ärgert sich Hürlimann. «Bei unserer Arbeit werden wir durch die Haufen stark gestört. Entweder treten wir ständig irgendwo in Hundekot, oder unsere Putzmaschinen werden verschmiert.» Deshalb hätten die Mitarbeiter des Werkhofes genug gehabt und zu dieser aussergewöhnlichen Aktion gegriffen. Franz Hürlimann steht auch heute zur Idee mit der Sprayfarbe: «Das Bild mit den farbigen Kreisen hat die Problematik auf krasse Weise aufgezeigt. Einige Strassen waren richtig farbenfroh.»

Hundehalter sensibilisieren

Die Idee habe der Werkhof spontan entwickelt, erklärt Walchwils Gemeinderat Guido Suter, Vorsteher Infra­struktur/Sicherheit, auf Anfrage. «Man wollte die Bürger wieder einmal dafür sensibilisieren, den Hundekot wegzumachen – und dies auf eine augenscheinliche Art», so Suter. Die erstmalige Aktion sei nicht bei allen Walchwilern gut angekommen: «Einige fanden es übertrieben, die Haufen farbig zu kennzeichnen. Sie meinten, die Werkhofarbeiter sollten die Hundehaufen in der Zeit lieber gerade entfernen.»