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WALCHWIL: Tennisclub muss sich in Geduld üben

Aufgrund der Witterung verzögern sich die Bauarbeiten auf dem Lienisberg. Der Fussballverein hat sich mit der Situation arrangiert. Ein weiteres Projekt steht nach wie vor im Gegenwind. Ein Entscheid wird demnächst erwartet.
Rahel Hug
Die Fertigstellung der neuen Fussballanlage ist für die zweite Oktoberhälfte vorgesehen. (Bild: Stefan Kaiser (Walchwil, 22. August 2017))

Die Fertigstellung der neuen Fussballanlage ist für die zweite Oktoberhälfte vorgesehen. (Bild: Stefan Kaiser (Walchwil, 22. August 2017))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Der Walchwiler Fussballclub kann diesen Herbst keine Spiele auf dem Lienisberg austragen. Grund dafür sind Verzögerungen bei den Bauarbeiten. Die Heimstätte des Clubs hoch über dem Dorf erhält bekanntlich eine Auffrischung: Die Sportanlage inklusive Clubhaus wird erneuert. Den entsprechenden Baukredit hat die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung vom Juni 2016 genehmigt.

Das Projekt sieht den Neubau des Clubhauses, eine leichte Verschiebung des Platzes sowie die Neugestaltung des Parkplatzes vor. Der Baustellenbetrieb auf dem Lienisberg wird nun aber länger dauern als ursprüng­lich geplant. Die Verzögerungen ­seien auf die Witterung zurückzuführen, erklärt der Walchwiler Bauchef René Loosli auf Anfrage.

Trainingsbetrieb wird aufrechterhalten

Es stehen noch die Innenausbau-Arbeiten des Clubhauses, der Abschluss der Platzanpassung auf der Strassenseite sowie die Umgebungsarbeiten und die Neugestaltung des Parkplatzes auf dem Programm. Die Fertigstellung ist laut Loosli für die zweite Ok­toberhälfte vorgesehen. Der FC Walchwil hat sich mit der Situation arrangiert. «Den Fussballplatz können wir trotz der Bauarbeiten für das Training nutzen, müssen jedoch auf die Umkleidekabinen im Dorf zurückgreifen», sagt Präsident Michael Hirt. Dies habe bisher gut funktioniert und erlaube es, den ordentlichen Trainingsbetrieb aufrechtzuer­halten. Das Trainingslager in den Sommerferien musste allerdings abgesagt werden. «Der logistische Aufwand wäre einfach zu gross gewesen.» Natürlich sei es schade, dass man im Kalenderjahr 2017 keine Spiele mehr auf dem Lienisberg austragen könne, ergänzt Hirt. «Auf der anderen Seite haben wir nun genügend Zeit, uns über die Wintermonate neu einzurichten, was uns die Planung für den künftigen Betrieb doch deutlich erleichtert.» Man freue sich sehr auf die neue Infrastruktur, die es ermögliche, den Trainings- und Meisterschaftsbetrieb «deutlich einfacher und effizienter» zu gestalten. «Dass wir dafür gut ein Jahr auf Fussballspiele in Walchwil verzichten müssen, ist daher nur ein kleiner Wermutstropfen.»

Neben dem Fussballplatz sollen auf dem Lienisberg auch zwei neue Tennisplätze sowie eine Flutlichtanlage entstehen. Doch dieses Projekt steht im Gegenwind. Die Organisation Pro Natura Zug hat eine Beschwerde gegen die entsprechende Änderung der Bauordnung eingereicht, die im Winter 2016 von der Gemeindeversammlung beschlossen wurde. «Wir erwarten demnächst einen Entscheid des Regierungsrates», sagt dazu Bauvorsteher Loosli. Vor den Sommerferien habe man nochmals ein Gespräch mit den Vertretern von Pro Natura geführt, «um aufzuzeigen, dass die Vorstellungen bezüglich Nutzung der Flutlichtanlage nicht so weit auseinander liegen und diese in einem Betriebsreglement klar geregelt ist». An­dré Guntern, Präsident Pro Natura Zug, sagt dazu: «Bezüglich Benutzungszeiten konnten wir uns nicht einigen. Wir wollten die Beleuchtungszeiten in der Nacht reduzieren, wozu die Gemeinde aber nicht bereit war.»

Die hängige Beschwerde hat Auswirkungen auf den Tennisclub Walchwil. Dieser muss bekanntlich seine bestehenden Plätze in der Dürrenburg verlassen, da das Gelände überbaut wird. «Im Augenblick gehen wir davon aus, dass wir den Spielbetrieb wie geplant zum Ende der Tennissaison 2017, also Ende September, vorübergehend einstellen müssen», sagt Präsident Jörg Winkelmann. Laut Aussagen der neuen Eigentümer sei die Eingabe des Baugesuchs bezüglich des Grund­­­stücks für das Ende der Saison geplant. «Vorausgesetzt, die Bauherren erhalten keine Einsprachen, haben wir die Zusage, dass wir auch die gesamte Saison 2018 den Spielbetrieb in der Dürrenburg fortsetzen können.» Und falls ein weiterer Spielbetrieb am aktuellen Standort künftig nicht mehr möglich ist? «Dann werden unsere Mitglieder für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung der neuen Plätze auf die bestehenden öffentlichen Anlagen in den Kantonen Zug und Schwyz ausweichen müssen.»

Gemeinsame Einweihung vorgesehen

Wann die Tennisplätze auf der Lienisberg-Höhe dereinst fertiggestellt sein werden, kann René Loosli aufgrund der hängigen Beschwerde nicht sagen. Auch wann die neue Fussballanlage definitiv eingeweiht wird, ist zurzeit offen. Denn wie der Gemeinderat ausführt, plane man die offizielle Einweihung für die gesamte Anlage inklusive Tennisplätze und Flutlichtanlage.

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