WALCHWIL: Tobias Hürlimann: «Das Resultat haben wir erarbeitet»

Die Rechnung 2016 weist ein Plus von rund 0,5 Millionen Franken aus. Seit 20 Jahren verzeichnete die Gemeinde kein Minus in ihrer Rechnung. Der Grund liegt diesmal bei der Ausgabenseite.

Andrea Muff
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Der Bau der Oberdorfstrasse ist terminlich auf Kurs. (Bild: Stefan Kaiser (Walchwil, 2. Mai 2017))

Der Bau der Oberdorfstrasse ist terminlich auf Kurs. (Bild: Stefan Kaiser (Walchwil, 2. Mai 2017))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Die Rechnung 2016 der Gemeinde Walchwil weist ein Plus von 455'836 Franken aus. Dies bei einem Ertrag von rund 24,0 Millionen Franken gegenüber einem Aufwand von rund 23,5 Millionen Franken. Tobias Hürlimann (CVP), Gemeindepräsident und Finanzchef, ist sehr zufrieden: «Das ist, nicht das beste, jedoch das erfreulichste Resultat seit Jahren.»

Im Budget rechnete die Gemeinde mit einem Aufwandüberschuss von rund 0,9 Millionen Franken. Die Einnahmen entsprechen bis auf wenige Franken dem des Budgets. Bei den Aufwänden hat die Gemeinde rund 1,4 Millionen Franken gegenüber den prognostizierten Zahlen gutgemacht. «Dieses positive Ergebnis konnte ausschliesslich dank der sehr guten Ausgabendisziplin erreicht werden», schreibt die Gemeindeverwaltung in der Medienmitteilung. Der Gemeindepräsident sagt: «Unser Motto, dass man mit den Steuergeldern so umgehen soll, wie man privat mit dem eigenen Geld umgeht, ist bei unseren Mitarbeitern angekommen.»

Oberdorfstrasse ist im Zeitplan

Die verschiedenen Abteilungen der Verwaltung habe der Gemeinderat bereits beim Budgetprozess miteinbezogen. «Dabei waren uns die Gedanken und Einstellungen wichtig», erklärt Hürlimann und sagt weiter: «Mit dem Steuerfranken soll mit gesundem Menschenverstand umgegangen werden.» Dass dies möglich ist, habe die neuste Rechnung bewiesen. «Dieses Resultat haben wir erarbeitet, und es wurde nicht dank höheren Steuererträgen erreicht», macht der Finanzchef klar. Die Gemeinde sei aber auch allen Aufgaben nachgekommen und habe keine Abstriche machen müssen, versichert Hürlimann weiter.

Der Bau der Oberdorfstrasse belastet die Rechnung, jedoch tiefer als prognostiziert. «Wir sind innerhalb der Vorgaben und können den Kredit einhalten, auch terminlich sind wir auf Kurs», beteuert Tobias Hürlimann. Voraussichtlich per Ende September 2018 soll die Strasse befahrbar sein. Weiter investiert die Gemeinde in den Bau einer neuen Sportanlage auf dem Lienisberg. «Wir wollen attraktiv bleiben und sind laufend daran, die Infrastruktur zu verbessern», sagt Hürlimann. Der Steuerfuss solle ebenfalls verlässlich sein und weiterhin bei 55 Prozent bleiben.

Bild: Tabelle: Zuger Zeitung

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