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WALCHWIL/ARTH: Moritz Schmid muss Bauten abbrechen

Der höchste Zuger hat bei seinem Ferienhaus illegal gebaut. Das hält das Schwyzer Amt für Raumentwicklung fest. Der Entscheid könnte strafrechtliche Konsequenzen haben.
Der Zuger Kantonsratspräsident Moritz Schmid (Archivbild Stefan Kaiser)

Der Zuger Kantonsratspräsident Moritz Schmid (Archivbild Stefan Kaiser)

Kantonsratspräsident Moritz Schmid (SVP, Walchwil) muss die unbewilligten Bauten an seinem Ferienhaus in Goldau wieder abbrechen. Gemäss einem Bericht der «NZZ am Sonntag» hat die Gemeinde Arth, auf deren Boden das Ferienhaus steht, entschieden, dass Schmid den «rechtmässigen Zustand» am Ferienhaus wiederherstellen müsse. Dies aufgrund eines Gesamtentscheids, den das Schwyzer Amt für Raumentwicklung Mitte September getroffen hat.

Der höchste Zuger hat bis Ende Juni 2017 Zeit, Teile der Scheune, den Gartensitzplatz sowie die Stützmauer zurückzubauen. Wie dem Bericht der «NZZ am Sonntag» weiter zu entnehmen ist, werden dem Walchwiler neben den Kosten für den Rückbau auch Gebühren in der Höhe von 5450 Franken für das nachträgliche Bewilligungsverfahren verrechnet. Zudem erstatte die Gemeinde Arth bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Innerschwyz Anzeige gegen Schmid wegen mutmasslichen Missachtens der Gesetzesbestimmungen, dass nur mit behördlicher Genehmigung gebaut werden darf. Damit drohen Schmid auch strafrechtliche Konsequenzen.

Keiner Schuld bewusst

Moritz Schmid besitzt seit fast 30 Jahren am Fusse der Rigi zwei Grundstücke. Das grössere erstreckt sich über rund 14 000 Quadratmeter, das kleinere über rund 1000 Quadratmeter. Auf Letzterem steht das besagte Ferienhaus. Im April 2015 wurde publik, dass gegen den höchsten Zuger im Nachbarkanton Schwyz ein Verfahren wegen Bauen ohne Bewilligung läuft (Ausgabe vom 12. April). Der Gipsermeister und Unternehmer habe an seinem Ferienhaus im Aussenbereich bauliche Veränderungen vorgenommen. Wie die Gemeinde Arth damals feststellte, sei der Vorplatz erneuert, begradigt und vergrössert sowie die Stützmauer saniert worden. Gemäss der «NZZ am Sonntag» hat Schmid zudem eine Scheune angebaut. Die Gemeinde Arth hatte Schmid nach einer Überprüfung im April 2015 aufgefordert, ein nachträgliches Baugesuch für die Veränderungen einzureichen. Schmid kam dieser Aufforderung im Frühjahr nach. Das Gesuch wurde vom Kanton Schwyz überprüft, da sich die betreffende Liegenschaft ausserhalb der Bauzone befindet.

Moritz Schmid war sich damals keiner Schuld bewusst. Er verwies darauf, dass er die Stützmauer habe sanieren müssen. Im Rahmen dieser Arbeiten habe er auch den Vorplatz mit neuen Platten ausgestattet. Dass er für solche Sanierungsarbeiten eine Bewilligung brauche, habe er nicht gewusst. Gestern war Schmid für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (red/st)

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