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WALCHWIL/LAUSANNE: Grünes Licht für die Überbauung Grossmatt in Walchwil

Nach jahrelangem Streit darf ein Chamer Immobilienunternehmen die Arealüberbauung Grossmatt realisieren. Das Bundesgericht hat einen benachbarten Landwirt zum zweiten Mal abblitzen lassen.
Urs-Peter Inderbitzin
Das Immobilienunternehmen darf die Arealüberbauung Grossmatt/Oberdorf in Walchwil realisieren. (Bild: Werner Scherlbert)

Das Immobilienunternehmen darf die Arealüberbauung Grossmatt/Oberdorf in Walchwil realisieren. (Bild: Werner Scherlbert)

«Wohntraum an wunderschöner Lage mit Blick auf den Zugersee und die Rigi». So preist die Aula AG ihre geplanten, insgesamt 29 grosszügigen Eigentumswohnungen in fünf Mehrfamilienhäuser auf der Grossmatt/Oberdorf in Walchwil an. Der Weg dahin war steinig.

Das in der Nähe der denkmalgeschützten Kapelle St. Antonius gelegene Grundstück, das in überwiegendem Mass in der Wohnzone W2 und teilweise in der Kernzone liegt, ist von der Ortsbildschutzzone überlagert. Die ersten beiden Baugesuche führten nicht zu einer rechtskräftigen Baubewilligung.

Im Februar 2013 reichte die Bauherrin ein drittes Baugesuch ein. Ein Landwirt, der in der Nähe der geplanten Bauten unter anderem einen Viehstall unterhält, erhob gegen die geplante Arealüberbauung Grossmatt/Oberdorf Einsprache. Daraufhin lehnte der Gemeinderat Walchwil auch dieses Baugesuch ab. Der Regierungsrat des Kantons Zug sah es jedoch anders, hob den Beschluss des Gemeinderates auf und wies diesen an, die Baubewilligung zu erteilen. Dagegen wiederum erhob der Landwirt Beschwerde ans Zuger Verwaltungsgericht, blitzte dort aber ebenso ab wie später beim Bundesgericht.

Im Februar 2017 erteilte der Gemeinderat Walchwil, wie ihm befohlen, die Baubewilligung für die Erstellung der fünf Mehrfamilienhäuser. Dagegen erhob der Landwirt erneut Beschwerde beim Regierungsrat. Dieser trat jedoch gar nicht auf die Beschwerde ein, weil die Sache bereits mit seinem früheren Entscheid materiell entschieden worden sei.

Beschwerden hatten keinen Erfolg

Erneut rief der Landwirt erst das Zuger Verwaltungsgericht und anschliessend das Bundesgericht an, hatte mit seinen Beschwerden aber bei beiden Instanzen keinen Erfolg. Das Bundesgericht trat im vereinfachten Verfahren nicht auf die Beschwerde ein, weil diese den «gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht» genügte, sprich keine vernünftige Begründung enthielt. Der Landwirt, der nicht von einem Anwalt vertreten war, muss die Gerichtskosten von 500 Franken bezahlen.

Urs-Peter Inderbitzin

redaktion@zugerzeitung.ch

Hinweis Urteil 1C_111/2018 vom 5. März 2018

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