Waldheim: Asylunterkunft ist definitiv

Das ehemalige Altersheim Waldheim in der Stadt Zug kann für zwei Jahre als Asylunterkunft genutzt werden. Zwei Nachbarn haben ihre Beschwerde zurückgezogen. Als Auflage wurde vereinbart, dass während 24 Stunden eine Patrouille zirkuliert.

Drucken
Teilen
Das ehemalige Alterszentrum Waldheim in der Stadt Zug. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Das ehemalige Alterszentrum Waldheim in der Stadt Zug. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Die beiden Beschwerdeführer – Nachbarn des ehemaligen Waldheims – haben die Verwaltungsbeschwerde zurückgezogen. Vereinbart wurde, dass maximal 60 Asylbewerber untergebracht werden dürfen. Die Zwischennutzung im Waldheim ist zeitlich befristet bis 31. Dezember 2013. Eine Verlängerung dieser Maximalfrist ist ausgeschlossen, schreiben Stadt und Kanton Zug in einer Mitteilung. Bis Ende 2013 werde die Unterkunft auf dem Areal der Xaver Keiser Zimmerei AG zur Verfügung stehen.

Patrouille rund um die Uhr

Im «Waldheim» dürfen nur Asylbewerber wohnen, die noch über keinen rechtskräftigen negativen Asylentscheid verfügen. Die Baudirektion, die Beschwerdeführer und der Zuger Stadtrat haben sich auf eine Eingangs- und Personenkontrolle, die rund um die Uhr in Betrieb ist, geeinigt. Sicherheitspatrouillen kontrollieren ausserdem das Gelände um die Unterkunft herum, insbesondere während der Abend- und Nachtstunden. Eine Hotline nimmt Fragen und Reklamationen von Nachbarn entgegen.

Baudirektor Heinz Tännler zeigte sich erfreut: «Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg», sagte er. Das Resultat zeige, dass man auch dann zu einer Lösung finden könne, wenn das Umfeld schwierig sei.

Schliesslich wird unter Federführung des Stadtrats Zug eine Begleitgruppe mit einer Vertretung der Nachbarschaft, der Betreiber sowie der Stadt Zug eingesetzt. Sie begleitet die Umsetzung des Sicherheitskonzepts und schlägt dem Stadtrat bei Bedarf allfällige Anpassungen des Konzepts vor. Die Begleitgruppe hat beratende Funktion.

ren/sda