Waldheim: Reklamationen blieben aus

Im ehemaligen Altersheim wohnen seit kurzem die ersten Asylbewerber – bis anhin fast unbemerkt. Reklamationen gab es jedenfalls bisher keine. Für die Gegner des Asylheims ist dies jedoch kein Grund zur Euphorie.

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Das ehemalige Alterszentrum Waldheim in der Stadt Zug. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Das ehemalige Alterszentrum Waldheim in der Stadt Zug. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Ins ehemalige Altersheim Waldheim ist Leben eingekehrt: Vor rund einem Monat konnten nämlich die ersten Asylsuchenden einziehen. Bis heute sind insgesamt 27 Personen – davon 17 Männer, acht Frauen und zwei Kinder – in dem Gebäude untergebracht. Ihrem Einzug ging ein heftiger Streit voraus, der Mitte Januar unter diversen Bedingungen und Zusicherungen mehr oder weniger beigelegt werden konnte.

Das geforderte Massnahmenpaket wurde bis heute laut Stadtrat Andreas Bossard umgesetzt: «Wir haben die Ein- und Ausgangskontrolle installiert, und ein Sicherheitsdienst patroulliert im Schnitt vier Mal täglich, vor allem in der Dämmerung und nachts.» Auch wurde die angeforderte Hotline vor gut zwei Wochen eingerichtet. Wer dort anruft, gelangt jeweils an die diensthabende Aufsicht der Asylunterkunft Waldheim. Bis heute blieb das Telefon aber stumm.

«Viele in der Nachbarschaft haben noch gar nicht bemerkt, dass die ersten Asylbewerber eingezogen sind», ist sich Bossard sicher. Jedoch g<span style="color: rgb(0, 0, 0);">anz </span>so euphorisch ist Hans Wickart, Mitglied des gegnerischen Komitees, nicht. Er gibt zu bedenken: «Vor einem Monat ist eine Familie eingezogen, und dann wurden es sukzessiv mehr.» Es sei erst seit wenigen Wochen so, dass 27 Personen dort lebten. «Darum ist es viel zu früh, ein Urteil zu fällen.»

Samantha Taylor/bep

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